[Allgemein ] 31 März, 2008 14:40

Nach rund einem Jahr arbeitet hat die "Fachstelle für Extremismus und Gewaltprävention" des Jugendamtes der Stadt Leipzig den Situationsbericht für die Jahre 2006 und 2007 veröffentlicht.

Bericht mit Anlagen: 

99931-Bericht 2006.pdf

Anlage 1.pdf

Anlage 2.pdf

Anlage 3.pdf

[Allgemein ] 30 März, 2008 14:20
Leipzig. Am frühen Samstagmorgen ist es in Connewitz zu  
Auseinandersetzungen zwischen drei jungen Männern und etwa 50 weiteren  
Personen gekommen, wobei ein 19-Jähriger verletzt wurde. Ein 21-Jähriger  
war zunächst zu Fuß auf der Wolfgang-Heinze-Straße in Richtung  
Markkleeberg unterwegs. Nach Polizeiangaben erhielt er gegen 1.40 Uhr  
einen Anruf seines 22-jährigen Bruders, der sich mit ihm treffen wollte.  
Die beiden planten, das Kulturzentrum Conne Island besuchen. Wenig später  
traf der 22-Jährige mit einem 27-jährigen Begleiter ein und stellte seinen  
Ford Mondeo auf einer Parkfläche an der Prinz-Eugen-Straße ab.
Noch während sich die drei Männer begrüßten, sprach ein Unbekannter den  
27-Jährigen auf seine Jacke mit einem Logo der in der rechtsextremen Szene  
beliebten Bekleidungsmarke Thor Steinar an und rief lauthals "Nazis".  
Daraufhin versammelten sich laut Polizei bis zu 50 Personen, die die drei  
Männer beschimpften. Diese rannten nun zurück zu ihrem Auto und wollte  
wegfahren. Die Menschenmenge umstellte allerdings den Wagen und bewarf ihn  
mit Flaschen und Steinen.
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[Allgemein ] 28 März, 2008 08:27

http://www.polizei.sachsen.de/pd_leipzig/3871.htm 

Am 08.12.2007 kam es während einer Weihnachtsfeier von Fans des FC Sachsen Leipzig zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Auslöser war der Angriff einer ca. 40-50 Personen umfassenden Gruppe, die überwiegend vermummt auftraten und äußerst aggressiv gegen Personen und Sachen vorgingen. Nach einer ersten Attacke kehrte die Gruppe zur „Sachsenstube" zurück und suchte erneut die Konfrontation. Bei diesen Auseinandersetzungen erlitten mehrere Personen teils erhebliche Verletzungen und es entstanden Sachschäden in Höhe von ca. 36.000 Euro in der Gaststätte. Die Täter konnten vor Eintreffen der Polizei unerkannt flüchten.

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[Allgemein ] 17 März, 2008 12:16

Antidiskriminierungsbüro Sachsen: 

http://www.adb-sachsen.de/4,489,termin.html

Am: 17.03.2008

Eine Diskussionsveranstaltung von ADB, FKR, StuRa der Uni Leipzig

mit Margarete Jäger vom Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) und Astrid Tautz, Antidiskriminierungsbüro Leipzig im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

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[Allgemein ] 17 März, 2008 11:53

Aufgenommen am 15. März 08 in der Eisenbahnstraße in Leipzig. 

[Allgemein ] 14 März, 2008 14:55

Die Demonstration "Gegen Rassismus - Gegen Nazis" wird stattfinden! Aufgrund des Verbotes der NPD-Demo wird der Focus auf der durch und durch rassistischen Berichterstattung, explizit der LVZ, liegen und somit vor dem LVZ-Gebäude (Peterssteinweg/Emilienstraße) enden.

Die Veranstaltungen auf dem Burgplatz und im Nikolaikirchhof von OBM Jung und Pfarrer Führer werden ebenfalls stattfinden und sind als Anlaufpunkte geeignet. 

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[Allgemein ] 14 März, 2008 11:39

Unmittelbare Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung

 Die Stadt Leipzig hat die angemeldete Demonstration und den Aufzug der NPD am heutigen Freitag (14. März) verboten. Die NPD hatte für den Samstag (15. März) eine Versammlung unter dem Motto „Für ein gastfreundliches Leipzig! Aber: kriminelle Ausländer raus“ angemeldet, verbunden mit einem Aufzug durch die Leipziger Innenstadt.

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[Antifa ] 14 März, 2008 11:34

Die Darstellung des eskalierenden Konflikts um die Kontrolle von Clubs und Diskotheken wird in der öffentlich wahrgenommenen Darstellung der Lokalpresse, insbesondere der LVZ, so weit heruntergebrochen, dass es zum Erbrechen nötigt. Sogenannte "kriminelle Ausländerbanden" (sic) bringen sich nach Meinung einiger Provinzredakteur_innen in Stellung, um deutsche Etablisments mit Drogen, Waffen und Prostitution zu überschwemmen und die sie schützenden deutschen Securities zu verdrängen. So einfach kann mensch sich das heute also machen! Da die "kriminelle Ausländerbande" immer noch zu abstrakt scheint für den durschnittlichen Zeitungsleser, werden einzelne Personen mit klar identifizierbaren Merkmalen wie "Armenier, Libanese, Iraker, Tschetschene" ausgestattet. Wer jetzt immer noch nicht den Durchblick hat, der darf sich die Bedrohung noch allgemeiner als vom "Araber" ausgehend bildhaft machen. Diese These kolportierte ganz besonders die Leipziger Volkszeitung (wie der Name schon sagt) in die städtische Bevölkerung.

Dankbar folgen NPD und "Freies Netz" den vorgelegten Hetztiraden und rufen zum Auflauf unter dem Motto "Für ein gastfreundliches Leipzig - kriminelle Ausländerbanden raus". Und auch die "Freies-Netz"-Macher Scheffler und Gerlach sehen darin eine nur folgerichtige Unterstützung ihres Wirkens, Zitat: "Die Provinzen sind befriedet weitesgehend! - Nun gehts an die Großstädte!".

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[Antifa ] 14 März, 2008 10:16

 

 NAZI-DEMO VERBOTEN - KEINE RECHTSMITTEL EINGELEGT

(siehe neueste Beiträge) 

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[hintendran ] 12 März, 2008 15:21
Leipzig. Nach den schweren Auseinandersetzungen zwischen Besuchern der Diskothek "Schauhaus" und Türstehern am frühen Samstagmorgen in Leipzig, nach denen ein 28-jähriger Russlanddeutscher erschossen wurde, hat die Polizei erste Hinweise erhalten. Am Sonntag wurden sieben Personen vernommen, deren Personalien in der Tatnacht aufgenommmen wurden, sagte Polizeisprecherin Diana Voigt gegenüber LVZ-Online. Namen von möglichen Tätern wurden dabei aber nicht genannt. Ermittelt wird nun wegen Totschlags des 28-jährigen Russlanddeutschen, versuchten Totschlags eines 37-jährigen Deutschen, gefährlicher Körperverletzung, schweren Landfriedensbruchs und Sachbeschädigung.

Der junge Russlanddeutsche Andreas K. wurde vor der Diskothek "Mia's" erschossen. "Der junge Mann war mit einem Freund zum Rauchen vor die Tür gegangen und wurde so zufällig Opfer", beschreibt Polizeipräsident Rolf Müller den dramatischen Vorfall.

Dem tragischen Tod des Russlanddeutschen war ein heftiger Streit mehrerer Besucher der Diskothek "Schauhaus" vorausgegangen. Ein 37-jähriger Security-Mitarbeiter trug dabei schwere Stichverletzungen davon. Er wurde am Samstagmorgenin notoperiert und ins künstliche Koma versetzt. Er konnte deshalb am Wochenende noch nicht zu den Geschehnissen befragt werden. Inzwischen ist er wieder bei Bewusstsein. "Sein Zustand ist stabil," sagte sein Anwalt Stephan Bonell gegenüber der Leipziger Volkszeitung. Marko Z. habe einen Südeuropäer gesehen, bevor dieser ihn mit einem Messer angegriffen und niedergestochen habe, so der Anwalt weiter. In der Szene sei der Angreifer als Arthur bekannt. Das 37-jährige Opfer ist der Chef der L.E. Security. Wie viele Menschen außerdem verletzt wurden, ist noch unklar.

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Erste Auseinandersetzungen schon im Herbst

Seit Herbst vergangenen Jahres schwelt ein Streit zwischen zwei Leipziger Security-Firmen auf der einen Seite und einer Gruppe von Ausländern auf der anderen. Immer wieder war es zu teils brutalen Auseinandersetzungen gekommen. "Es geht dabei um Vormachtrechte," vermutet der Polizeipräsident. Auch Drogengeschäfte können nicht ausgeschlossen werden. Einige Namen sind der Polizei inzwischen bekannt. Es gebe auch Ermittlungsansätze. Vor Weihnachten hätte sich die Situation beruhigt. Dass es in der Nacht zu Samstag derart eskalieren könnte, hätte niemand vorhersehen können.

Der erste Notruf der Polizei sei um 2.42 Uhr eingegangen, skizziert Müller den Tatverlauf. Eine Gruppe Personen ausländischer Herkunft hätten die Diskothek "Schauhaus" gestürmt. Es kam zu einer Schlägerei, bei der der 37-jährige Security-Mann verletzt wurde. Den Sicherheitskräften sei es dann gelungen, die Angreifer bis vor die Tür zu drängen.

Polizeihunden die Schnauze zugedrückt

Die Polizei war kurz darauf mit 60 Einsatzkräften vor Ort. 150 Personen hätten zu diesem Zeitpunkt vor der Disko gestanden, so Müller weiter. Neben Schaulustigen und dem Securitypersonal, das inzwischen verstärkt worden war, gehörten der Menge etwa 50 Ausländer an. Diese, aber auch die Sicherheitsleute, hätten die Polizisten massiv und brutal angegriffen. Aufgrund ihrer körperlichen Konstitution, trainiert im Fitness-Studio und beim Freefight im Kampfsport-Gym, gingen die Täter mit einer bis dahin unbekannten Aggressivität vor. "Sie ließen sich von unseren Diensthunden in den Arm beißen, um den Tieren dann mit der anderen Hand die Schnauze zuzudrücken," berichtet Müller. Damit waren die Hunde außer Gefecht gesetzt. Beide Gruppierungen waren mit Baseballschlägern, Pfefferspray und Pflastersteinen ausgerüstet. Damit wurden die Scheiben der Diskothek und einer benachbarten Spielbar zerstört.

Die Polizei versuchte, die Situation zu beruhigen. Infolgedessen machten sich mehrere Gruppen auf den Weg in die Innenstadt. Dabei gingen auch in den Diskotheken "Pflaumenbaum" und "Mia's" in der Kleinen Fleischergasse Scheiben zu Bruch. Hier traf den 28-jährigen Andreas K. die tödliche Kugel. Ein Mann mit dunklerer Hautfarbe soll drei Schüsse abgegeben haben, so die bisherigen Ermittlungen. Einer davon traf den Russlanddeutschen in den Kopf. Die anderen beiden Projektile wurden in der Wand neben dem Eingang gefunden. Die Ermittlungen zu Täter und Tatwaffe laufen.

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Auch in der Diskothek "Markt 1" in der Katharinestraße wurden Scheiben eingeschlagen. Insgesamt beläuft sich der Sachschaden auf 50.000 Euro. Erst gegen 6 Uhr hätte sich die Lage in der Innenstadt beruhigt.

Noch steht nicht fest, welcher Gruppierung welche Schäden zuzuordnen sind. In den nächsten Tagen sollen Aufnahmen aus Überwachungskameras in die Ermittlungen einbezogen werden. Festnahmen habe es nicht gegeben, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft Ricardo Schulz. Allerdings seien die Personalien verschiedener Täter aufgenommen worden sowie verschiedene Kennzeichen notiert, die zu den Tätern führen werden.

Spezialkräfte nach Leipzig verlegt

Die Polizei verstärkte in der Nacht zum Sonntag ihre Präsenz in der Innenstadt. Außerdem sind Spezialkräfte aus Thüringen und Sachsen-Anhalt im Einsatz. Landespolizeipräsident Bernd Merbitz hatte sie bereits wenige Stunden nach der Tat zur Verstärkung der sächsischen Spezialkräfte angefordert, „um eventuelle Racheakte nicht zuzulassen und die öffentliche Ordnung und Sicherheit in Leipzig auch nach diesem dramatischen Ereignis sicherzustellen“. Die Spezialkräfte würden „auch die nächste Zeit bleiben, mehrere Kräfte nach Leipzig verlagert“. Sie blieben in Absprache mit Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) „so lange, wir sie hier brauchen“.

Zur Aufklärung der Geschehnisse der Nacht und deren Umfeld hat die Polizei eine 30-köpfige Ermittlungsgruppe gebildet. Um die genauen Tatabläufe umfassend rekonstruieren zu können, bittet die Polizei um Mithilfe der Bevölkerung. So werden Taxifahrer gesucht, die nach Mitternacht Beobachtungen im Bereich des „Schauhaus“ gemacht oder Personen aus der Innenstadt in Leipziger Krankenhäuser gefahren haben. Des Weiteren wird der Mann gesucht, der den Einlassdienst in der Discothek „Mia’s“ veranlasste, vor Abgabe der Schüsse die Tür zu schließen. Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, melden sich bei der Kriminalpolizei Leipzig, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig oder unter der Telefonnummer (0341) 9664 6666.

Anne Sturm, LVZ-Online

Weitere Berichte über die Ausschreitungen lesen Sie in der Leipziger Volkszeitung vom 10. März oder im E-Paper.

© LVZ-Online vom: Mittwoch, 12. März 2008
[Antifa ] 12 März, 2008 15:13


Wie nicht anders zu erwarten, wollen die Rechtsradikalen der Region den Leipziger Türsteher-Streit politisch für sich ausschlachten. Sie rufen für Samstag, den 15.3. zu einem Aufmarsch in der Leipziger Innenstadt auf. Treffpunkt soll 11 Uhr am Augustusplatz vor der Oper sein, Thema der Neonazis: Hetze gegen Migrant/-innen.

Dabei mobilisieren NPD und „Freie Kräfte“ in Leipzig erstmals gemeinsam zur selben Veranstaltung. Das heißt, es wird sowohl innerhalb der sächsischen NPD für den Aufmarsch geworben als auch auf den Seiten des „Freien Netzes“. Wie erst neulich auch vom sächsischen Verfassungsschutz bestätigt, reicht die Mobilisierungskraft dieser Neonazi-Vernetzung von Delitzsch über Leipzig, Borna und Altenburg bis nach Chemnitz und Hof. Am Aufmarsch der „Freien Kräfte Leipzig“ am 12.1. in Leipzig nahmen mehr als 300 Neonazis teil, u.a. auch aus Berlin, Sachsen-Anhalt und Bayern.
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[Allgemein ] 12 März, 2008 15:07
==Pressemitteilung==
Leipzig, den 11. März 2008
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Conne Island fordert Absage der Veranstaltungen des Antaios Verlages
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Seit mehreren Jahren bieten die Leipziger Buchmesse und ihre  
OrganistorInnen Rechtskonservativen Verlagen und AutorInnen eine  
Plattform für deren Inhalte.
Mit den Veranstaltungen "Deutsche Opfer", "Gewalt gegen Deutsche und  
das mediale Schweigen" und "Linke Gewalt. Der kurze Weg zur RAF" mit  
Verlagschef Götz Kubitschek und Autor Bernd Rabehl wird auf der  
diesjährigen Messe für Literatur jedoch eine neue Qualität von  
rechtspopulistischen, breitenwirksamen Aktivitäten erreicht.
Deshalb fordert das Conne Island, auch als Veranstaltungsort der  
Leipziger Buchmesse, die Absage dieser Veranstaltungen.
Nach einem Interview mit dem NPD-Presseorgan ?Deutsche Stimme?, in dem  
Bernd Rabhel u.a. die Motive für die israelische Staatsgründung mit  
der Gedankenwelt des ehemaligen NPD-Vorsitzenden Adolf von Thadden  
verglich, wurde er aus dem Lehrkörper des Otto Suhr-Instituts der FU  
Berlin ausgeschlossen.
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