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17 August, 2008 07:16
indymedia vom 16.08.08
Rudolf Hess - Das war Sport!
Am 17. August jährt es sich wieder. Der
Hitlerstellvertreter Heß hatte nach 40 Jahren Haft die Schnauze voll
und machte 1987 einfach Schluß. Nazis nehmen dies immer wieder zum
Anlass die “Mess with Hess” - Action Days zu zelebrieren. Dieses
äußerst unterhaltsame und interaktive Spiel findet dieser Tage auch in
Rostock statt und soll nun im Folgenden kurz vorgestellt werden.
Sport an Hess - die Regeln:
Mitgespielt
werden kann sowohl allein als auch in der Gruppe. Spielbeginn ist die
eigene Wohnung. Sobald unten auf der Straße der Ruf “Nationaler
Sozialismus Jetzt!” oder Vergleichbares erschallt ist das Spiel
eröffnet. Nun kann man als Mitspieler drei Dinge tun.
Option 1: Telefon Joker, die Erste
Sie wählen den Notruf und holen damit das
grüne Team auf die Spielfläche.
Der Vorteil dieses Spielzuges besteht darin, dass man nun aus sicherer
Entfernung dem Spektakel beiwohnen kann. Der Nachteil ist, dass damit
im Prinzip alle weiteren Spielzüge ausgeschlossen sind. Anzumerken ist
dabei unbedingt, dass dies der einzige Spielzug ist, der keine
strafrechtlichen Konsequenzen nach sich zieht.!
Option 2: Telefon Joker, die Zweite
Sie rufen bei der Antifagruppe ihres Vertrauens an und geben Anzahl und Ort des braunen Teams durch. Nun wird sich das
schwarze Team in Bewegung setzen
und sich durch die Disziplinen Nazis Jagen, Nazis Schlagen und Nazis
Verhöhnen kämpfen. Wahlweise können sie unauffällig gekleidet direkter
am Spektakel teilhaben. Aber, Obacht!
“Wenn’s losgeht - gehts los!”,
“Es geht solange wie’s geht.” und
“Wenn Schluß is, is Schluß.” Doch eigentlich befinden sie sich dann schon mitten in …
Option 3: Mitmischen
Sie
haben bereits selbst ein Team bei sich in der Wohnung oder sitzen bei
einem gemütlichen “Nazis-Klatschen-Kaffeekränzchen”. Nun warten sie
eine kleine Weile bis sich das braune Team etwas von ihrer Wohnung
entfernt hat und nehmen dann mit ihren Spielpartnern an den
Wettbewerben teil.
Spielziel
Das Ziel des Spiels
ist es möglichst vielen Mitgliedern des braunen Teams mithilfe
handfester Argumenteeiner erzieherischen Maßnahme zuzuführen. Dies kann
durch das grüne Team, das schwarze Team oder ihr ganz persönliches Team
geschehen. Wie in jedem Strategie Spiel gibt es einen Gegenspieler. In
diesem Jahr ist der Jackpot
David Petereit (No Lookism, please!).
Dieser Junge Mann arbeitet als Gehilfe des MdL Birger Lüssow, NPD. In
seiner Freizeit fotografiert er gerne, übt sich bisweilen im Dirigieren
von braunen Teams bei Straßenspielen oder macht auf Späher in
Stadtvierteln, wo er nichts verloren hat.
Wer - durch zwei
glaubhafte Zeugen bestätigt - den Jackpot abgreift, kann sich in den
folgenden Tagen und Wochen der wohlwollenden Erwähnung und vieler
Freigetränke am sog. “Heldengeschichtentresen” sicher sein. Das Spiel
wird allerdings meist ohne Kontakt mit dem Jackpot beendet. Treffen
zwei Teams aufeinander, dauert es in der Regel nicht lange bis ein
drittes am Ort des Geschehens auftaucht. Oft kommt es dann zu einer Art
Patt-Situation, wobei sich in den allermeisten Fällen das grüne Team
doch durchsetzen kann. Daher wird durch jedem Kontakt zweier Teams ein
Sieger bestimmt und danach neu gezählt.
Das besserscheitern-Team wünscht ihnen und ihren Lieben Viel Erfolg und Spielspaß!
Neuigkeiten aus der Provinz
Nazi-Demo in Altenburg
Am kommenden Sonntag findet in Altenburg eine Nazi-Demo auf dem Marktplatz statt. Angemeldet unter dem Motto "Meinungsfreiheit schützen - gegen Polizeiwillkür" wollen sich die Fatzken schonmal warmstehen für das "Fest der Völker".
Offiziell findet die Kundgebung aufgrund eines Vorfalls aus dem Jahr 2004 statt. Damals wurden zwei sächsische Nazis von der Polizei dabei erwischt, wie sie Plakate zum Gedenken an den NS-Kriegsverbrecher Hess in Altenburg klebten. Bei der Festnahme löste sich ein Schuß aus der Dienstwaffe eines Polizisten und verletzte einen damals 18jährigen am Oberarm.
Unabhängig davon kann mensch sich sicher sein, dass sich hier ebenfalls Nazis sammeln, welchen es nicht möglich ist, in Wunsiedel und Umgebung den Gedenkfasching an den NS-Kriegsverbrecher Rudolf Hess zu betreiben, da sowohl die Kundgebung in Wunsiedel selbst, als auch eine Ersatzveranstaltung in einer ehemaligen Gaststätte in Warmensteinach verboten wurden.
Unterdessen gibt es auch Neues in Sachen "Fest der Völker": den Anmeldern wurde ein Gelände im Norden Altenburgs zugewiesen, welches jedoch schon fast außerhalb des Stadtgebietes an der B93 liegt. Das Bürgerbündnis "Altenburg gemeinsam gegen Rechtsextremismus" trifft sich inzwischen regelmäßig und unterstützt Aufrufe zur Blockade und solidarisiert sich mit allen, die sich gewaltfrei dafür einsetzten, das "FdV" zu verhindern.
Zudem hat die Antifa Jena eine Sonderseite zum europäischen Nazitreffen geschaltet: jena.antifa.net/fdv
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13 August, 2008 14:35
Polizeibericht PD Leipzig 13.08.08
Rechte Schmiererein in Leipzig
Geschichtsträchtige unbelehrbare Unbekannte Täter haben in der Nacht
vom Montag auf Dienstag an verschiedenen Objekten, wie Bankfilialen,
Kaufhallen, Tankstellen, Schulen und Wohnhäusern zehnmal in Leipzig-
Grünau und viermal in Leipzig-Südwest Sprüche gesprüht, die im Inhalt
an den Todestag von Rudolf Heß erinnern sollen. Durch aufmerksame
Bürger wurden den jeweiligen Sprüchen schnell ein Ende bereitet und
diese beseitigt. Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigungen wurden
eingeleitet.
Außerdem wurde am heutigen Mittwoch gegen 04:00 Uhr, die Polizei
informiert, dass auf der Brücke der B 2/Goethesteig durch Unbekannte
Täter ein Bettlaken (2m x 1m) mit der Aufschrift: „Gebt die Akte frei"
, der Silhouette eines Kopfes sowie der Schriftzug „Rudolf Hess
ermordet" aufgehangen war. Das Bettlaken wurde sichergestellt. (Vo)
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08 August, 2008 16:20
npd-blog.info 07.08.08
Sturm 34 laut Landgericht Dresden keine kriminelle Vereinigung
http://npd-blog.info/?p=2008
Im
Prozess gegen Mitglieder der verbotenen Neonazi-Organisation “Sturm 34″
sind zwei Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt worden, allerdings nicht
wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung. Ein Urteil, das
überrascht.
Zur Begründung sagte Richter Martin Schultze-Griebler laut Netzeitung,
den Angeklagten fehle es “überwiegend am intellektuellen Inventar”.
Neonazis schützen sich also offenbar durch Dummheit vor einer
Verurteilung wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung,
bzw. durch ihre fehlenden Fähigkeit zur normalen Konfliktlösung:
Verbale Auseinandersetzungen kannten die jungen Männer, die im Mai und
Juni 2006 mehrere brutale Überfälle in der Region inszenierten, wohl
kaum, so der Richter weiter. Die Bezugnahme der “Sturm 34“-Mitglieder
auf nationalsozialistische Ideen zeige einen tiefen Rassismus, so
Schultze-Griebler. Es sei “die passende Ideologie für Leute, die sich
gern prügeln”. Es habe aber keinen für alle Mitglieder “verbindlichen
Gruppenwillen” gegeben. Aber: Ihnen sei es um Einschüchterung, um das
Schaffen einer “national befreiten Zone” gegangen, was nun doch
irgendwie entfernt wie ein gemeinsames Ziel klingt.
Unter einer kriminellen Vereinigung versteht man einen
Personenzusammenschluss von gewisser Dauer, dessen Zweck oder Tätigkeit
darauf gerichtet ist, Straftaten zu begehen. Der Tatbestand findet sich
im deutschen Recht im Abschnitt der Straftaten gegen die öffentliche
Ordnung und soll vor allem so genannte Organisationsdelikte unter
Strafe stellen, also die so genannte Bandenkriminalität und den
Terrorismus. (Quelle: Wikipedia)
Bedenkt man, dass dem Gericht zufolge kein einheitlicher
Gruppenwillen da war, trat die Gruppe aber schon recht “überzeugend”
auf, wie der Richter laut Netzeitung sogar selbst ausführte: (weiter)
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08 August, 2008 15:32
Nach rassistischen Brandanschlägen am 17. April 08
Dreimal 3 Jahre ohne Bewährung, einmal 2 Jahre auf Bewährung.
Vier Nazis aus Löbau, Weißenberg und Eibau wurden vom Amtsgericht Görlitz zu Jugendstrafen zwischen zwei und drei Jahren verurteilt.Sie hatten im April diesen Jahres in Löbau und Großschweidnitz (Ostsachsen) zwei Imbissstände aus rassistischen Motiven mit Hakenkreuzen beschmiert und Brandsätze geworfen. Der Fahrer des Fluchtwagens wurde zu zwei Jahren Haft verutreilt, die zu drei Jahren Bewährung ausgesetzt wurden, hinzu kommen 150 Arbeitsstunden und soziales Kompetenztraining. Die drei Haupttäter gehen für drei Jahre in Haft, einer wird zuvor jedoch zum Alkoholentzug eingewiesen. Alle vier sind zwischen 19 und 20 Jahre alt.
Prozessbericht der Antifa Lausitz: (weiter)
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08 August, 2008 10:24
LVZ vom 8. August 08
Neonazi-Plakate und Heß-Aufkleber in Orten bei Leipzig entdeckt
Leipzig. Zahlreiche Plakate und Aufkleber mit rechtsextremistischer
Propaganda sind in den vergangenen Tagen in mehreren Orten bei Leipzig
entdeckt worden. In Taucha östlich von Leipzig fanden Polizisten seit
Dienstagabend etwa 100 Aufkleber und Plakate von Neonazis. Das teilte
die Polizei am Donnerstag mit. In der vergangenen Nacht wurden
Aufkleber, die sich auf den Hitler- Stellvertreter Rudolf Heß beziehen,
in Döbeln, Ragewitz, Leipnitz und Böhlen gesehen. Der für politische
Straftaten zuständige polizeiliche Staatsschutz ermittelt.
"Fest der Völker" 2008
Gerlach und NPD suchen vorerst vergeblich in Altenburg nach Veranstaltungsort
Laut der Berichterstattung der Thüringischen Landeszeitung (TLZ) hat die NPD nun auch offiziell die Anmeldung für das "Fest der Völker" in Jena beim dortigen Ordnungsamt zurückgezogen. Damit bleibt Altenburg der Veranstaltungsort für die dritte Auflage des Nazi-Treffens am 13. September.
In Altenburg selbst haben "Freies-Netz"-Betreiber Gerlach und die Kameraden von der NPD allerdings Probleme, einen geeigneten Ort für die Veranstaltung zu finden. Der anvisierte Festplatz ist der Satzung nach nicht für Parteiveranstaltungen freigegeben und den Richard-Wagner-Platz hat die örtliche Polizei aus Sicherheitsbedenken abgelehnt. Die einzige Alternative ist das Gewerbegebiet Poststraße. Hier befand sich bis 1945 eine Außenstelle des KZ Buchenwald.
Die Versammlungsbehörde des Landkreises hat die Stadt aufgefordert, einen möglichen Ort zu benennen, auf dem der Spaß stattfinden kann. Zumindest bis jetzt gibt sich der Rechtsdezernent der Stadt Altenburg ablehnend, er verwies der TLZ gegenüber darauf hin, dass die Stadt keinen Platz benennen werde, schließlich sei sie nicht dazu da, der NPD Veranstaltungsorte zu besorgen.
Unterdessen kommen zumindest die Bürgerinitiativen in Schwung. Die Bündnisse aus Pößneck, Weimar, Jena und Altenburg stehen zumindest in Kontakt.
npd-blog.info - NPD sucht offenbar nach Veranstaltungsort
indymedia - Fest der Völker? Nirgendwo!
Thüringer Landeszeitung - NPD-Anmeldung zurückgezogen.
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06 August, 2008 14:31
do you remember mügeln?
Mügelns Bürgermeister will NPD nicht ausgrenzen.
http://npd-blog.info/?p=2004
Nach dem Einzug der rechtsextremistischen NPD in die sächsischen
Kreistage hat die Debatte über den Umgang mit den Rechtsextremisten
begonnen. Dabei hat sich auch Gottgard Deuse zu Wort gemeldet, der als
Chef der Fraktion von FDP und DSU dem Kreistag angehört. Deuse hatte
für Schlagzeilen gesorgt, als er als Bürgermeister nach einem Volksfest
mit integrierter Ausländerjagd in Mügeln von einer Hetzkampagne gegen
“seine” Stadt geredet hatte.
Jetzt sprach sich Deuse laut Torgauer Zeitung
dafür aus, die Rechtsextremisten nicht auszugrenzen, da sich dies
“immer negativ” auswirke. Woher Deuse seine Erfahrungen nimmt, wo es
doch angeblich gar keine Rechtsextremisten in Mügeln gebe, bleibt
allerdings sein Geheimnis. Des Weiteren gibt es in anderen
Bundesländern durchaus einige Leute, die bereits mit Rechtsextremisten
in Kommunalparlamenten gesessen haben – und an die sich Deuse und seine
Kollegen wenden könnten. Stattdessen wollen sich die Fraktionen
“sachlich und offen mit den Problemen auseinandersetzen, die die NPD
vorträgt” – wie es der SPD-Fraktionschef formulierte. (weiter)
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03 August, 2008 18:17
2. Tag in Grünau endet fast wie erwartet
Versuchter Angriff auf Bunte Platte Cup
Rund 20 Nazis haben am Samstag Abend kurz nach 24 Uhr versucht, auf das Gelände des Schönauer Parks zu gelangen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch ca. 80 Besucher_innen des Bunte Platte Cups anwesend.
Sechs Lokalhelden mussten zu Fuß zum Gelände kommen, der antelefonierte Restkörper fuhr in drei Autos an der Haltestelle Parkallee vor. Beim Betreten des Parks trafen sie laut Polizei auf ca. 35 Personen. Während die Nasen noch Steine aus dem Gleisbett sammelten, erschien team green mit mehreren Fahrzeugen und machte die Abendplanung der anwesenden Bilderbuchnazis zunichte.
Während der Abfahrt von der gleichen Haltestelle wurde kurz darauf eine Gruppe von Besucher_innen durch die Polizei festgesetzt und einer ED-Behandlung unterzogen. Ihnen wurde vorgewurfen, im Laufe des Abends Reizgas gegen eine Person eingesetzt zu haben. (siehe Mitteilung des Ladenschluss-Bündnis)
Ladenschluss-Bündnis kritisiert das Vorgehen der Polizei gegen Besucher des "Bunte-Platte-Cup"
Polizeibericht 03.08.08 - Auseinandersetzung
LVZ-Online 03.08.08 - Auseinandersetzungen nach Antirassismus-Fußballturnier im Schönauer Park
Auszug aus Jena
"Fest der Völker" dieses Jahr in Altenburg!
Das
europäische Nazitreffen „Fest der Völker“ wird am 13. September nicht
wie angekündigt in Jena, sondern im 50 Kilometer von Leipzig entfernten
Altenburg stattfinden. Das Versprechen der NPD aus dem Jahr 2005, das
Festival die nächsten 10 Jahre in Jena durchzuführen, ist somit
gebrochen.
Der Grund
der diesjährigen Verlegung liegt nicht, wie von den Nazis angegeben, in
den fiesen Auflagen der Stadt Jena. Diese verschob die Veranstaltung
lediglich vom 6. auf den 13. September, um einen ungestörten Verlauf
der „Queen Classic Night" zu garantieren. Die sonst klagefreudigen
Nazis akzeptierten dies widerspruchslos. Auch im provinziellen
Altenburg wollen sie ihr Fest am 13. September durchführen. Den wahren
Grund für die örtliche Verlegung enthalten die Organisatoren,
namentlich Andre Kapke, Ralf Wohlleben (beide NPD) und Thomas Gerlach
(Freies Netz Altenburg), ihren Kameraden vor: Feigheit vor dem Feind;
in der Naziszene besonders unrühmlich. Denn das 'Fest der Völker' dient
der NPD vor allem als Geldquelle. Bekannte Bands wie „Sleipnir“ sollen
auch in diesem Jahr wieder bis zu 2.000 Nazis ziehen, die durch eine
obligatorische „Spende“ von mindestens 10 Euro die gebeutelte NPD-Kasse
füllen. Diese notwendigen Einnahmen, die u.a. in das „Braune Haus“ in
Jena und den Landtagswahlkampf 2009 in Thüringen fließen werden, sind
bei einem weiteren Versuch der Durchführung der Veranstaltung in Jena
stark gefährdet: bereits im letzten Jahr scheiterte die Verhinderung
des Nazifestes nur knapp, für dieses Jahr wäre mit noch größeren und
entschlosseneren Protesten zu rechnen gewesen. In Altenburg existiert
hingegen praktisch keine organisierte Zivilgesellschaft oder Antifa.
Die Nazis sehen ihre Einnahmen hier in sicheren Tüten.
Der
Versuch, in Jena öffentlichkeitswirksam Fuß zu fassen, ist den Nazis
misslungen. Ihr Rückzieher bestätigt die Effizienz von breit getragenem
Protest und gezielten Aktionen gegen Nazis und deren Infrastruktur. Die
solidarisch getragenen Blockaden im vergangenen Jahr hatten mehrere
Stunden die Anreise der Nazis zu ihrem Versammlungsplatz verhindert.
Nach dem 'Fest der Völker' 2007 heulten sich in Internetforen aus:
„...kaputte Autos, kaputte Gesichter, kaputte Klamotten. Sowas wie
heute hab ich in meinem Leben noch nicht erlebt.“ Die vorläufige Flucht
in die Provinz dient der Vorbereitung eines neuen Anlaufes: die über
das Festival erreichten Jugendlichen, die geknüpften Kontakte und das
eingenommene Geld werden dazu dienen, um die organisierte Naziszene zu
festigen und den anstehenden Wahlkampf auch in Jena zu finanzieren. Die
erklärte Strategie der Faschisten: „Wir erobern die Städte vom Land
aus!" wird nicht aufgehen, wenn der Widerstand gegen das Nazifest vor
der Provinz nicht halt macht.
http://jena.antifa.net
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03 August, 2008 09:40
Veranstaltungshinweis Dienstag, 05.08.08 - 21 Uhr
"The Truth lies in Rostock"
Wo: B12, Braustraße
Wann: Dienstag, 05.08.08 - 21 Uhr
mehr infos:
http://LExil.blogsport.de/
LExil@gmx.net
Im August 1992 in Rostock- Lichtenhagen gab es ein 'Volksfest' der ganz besonderen
Art. Vom 22. bis 26.08. dauerten die pogromartigen Ausschreitungen. Vereint unter
der Parole "Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!" griffen ortsansässige und
aus dem gesamten Bundesgebiet angereiste Nazis die Zentrale Aufnahmestelle für
Asylbewerber ('ZAst') und ein benachbartes Wohnheim für vietnamesische
Vertragsarbeiter an. Mehrere hundert Rechte warfen mit Steinen sämtliche Scheiben
ein und setzten die unteren Etagen des Wohnheims mit Molotow- Cocktails in Brand. (weiter)
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03 August, 2008 09:30
AJZ Dessau
Jugendzentrum erneut angegriffen
Das Alternative Jugendzentrum in Dessau, 70km nördlich von Leipzig, ist am frühen Morgen des 02.
August 2008 erneut Ziel einer Attacke aus der rechten Szene geworden.
Gegen 6.30 Uhr warfen zwei junge Männer die Scheiben des Zentrums sein,
wie ein Polizeisprecher auf ddp-Anfrage
in Dessau sagte. Mit Hilfe von Zeugen gelang es, die beiden 18-Jährigen
binnen zwei Stunden festzunehmen, sie sind wegen rechtsradikaler
Delikte polizeibekannt. Auf der Homepage des Jugendzentrums
heißt es, eine Sicherheitsglasscheibe im Vereinscafé sei beschädigt
worden. “Engagierten Vereinsmitglieder gelang es wenig später, einen
der flüchtigen Täter zu stellen. Dabei nahmen sie dem Angreifer einen
Teleskopschlagstock ab, fixierten ihn und übergaben ihn dann an die
eintreffenden Polizeibeamten.”
In den vergangenen Wochen war das Jugendzentrum mehrfach angegriffen worden, dabei wurden zahlreiche Scheiben und auch die Eingangstür zerstört.
In dem Jugendzentrum hat auch das Mobile Beratungszentrum gegen
Rechtsextremismus und die Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplans
für Demokratie und Toleranz ihren Sitz.
http://npd-blog.info/?p=1993
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26 Juli, 2008 14:48
AJZ Dessau
Alternatives Jugendzentrum in Dessau angegriffen
In der Nacht von 25.7 zum 26.7 griffen Neonazis das AJZ Dessau mit Pflastersteinen an.
Zum Glück entstandt nur ein Sachschaden an 5 Fensterscheiben.
Kurzfassung:
Gegen
2:00 Uhr am Samstagmorgen den 26.7 griffen 5-6 vermummte Neonazis das
AJZ Dessau mit Pflastersteinen an. Dabei gingen 5 Fensterscheiben zu
Bruch. Die Täter bewarfen gezielt das Cafe des AJZ, in dem sich noch
Personen befanden. Danke etwas dickere Scheiben wurde aber keiner der
Besucher verletzt. Bei den Tätern handelt es sich vermutlich um
Personen aus den Kamerradschaftsspektrum Dessau und Umgebung. Schon vor
einer Woche wurde das AJZ mit Flaschen aus Autos beworfen. Dieser
Angriff reiht sich in eine seit Anfang des Jahres ausufernde Gewalt
gegen alternative Jugendliche ein.
Projekt Gegenpart:
In
den Morgenstunden des 26. Juli (02.00 Uhr) griffen mutmaßliche
Rechtsextremisten das Alternative Jugendzentrum in Dessau mit
Pflastersteinen an. Dabei wurden mehrere Sicherheitsglasscheiben
zerstört. Der vorläufige Sachschaden wird auf mehrere tausend Euro
geschätzt. Nur glücklichen Umständen ist es zu verdanken, dass dabei
niemand verletzt wurde. Augenzeugen berichteten, dass sie mindestens 5
bislang unbekannte Angreifer beobachteten, die jedoch unerkannt
flüchten konnten.
Der Verein, im dem u.a. das Mobile
Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (Projekt gegenPart) und die
Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplanes für Demokratie und
Toleranz ansässig sind, stellte Strafanzeige und informierte umgehend
die Polizei. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen
Sachbeschädigung und Landfriedensbruch.
Der neuerliche Angriff
reiht sich dabei in eine ganze Kette von Attacken gegen das
Jugendzentrum ein. In der vergangenen Woche bewarfen mutmaßliche
Neonazis das Vereinsdomizil mit Bierflaschen und beschädigten die
Eingangstür erheblich.
Erst gestern hatten Beratungsprojekte gegen
Rechts aus Dessau-Roßlau in ihrer Bilanz der Halbjahresstatistik 2008
festgestellt, dass die Muldestadt zu einem Schwerpunkt rechter Gewalt
geworden sei und organisierte Neonazis zusehends aggressiver und
selbstbewusster agieren
MZ-Web:
Pflastersteine in alternatives Jugendzentrum geworfen
Unbekannte
haben in der Nacht zum Samstag einen alternativen Jugendtreff im Norden
von Dessau mit Pflastersteinen beworfen. Dabei wurden fünf Scheiben im
unteren Geschoss des Mehrfamilienhauses zerstört. Verletzt wurde
niemand, sagte ein Polizeisprecher am Samstag in Dessau. Das Mobile
Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in Dessau vermutet
Rechtsextremisten hinter dem Angriff und spricht von fünf dunkel
gekleideten Verdächtigen, die unerkannt flüchten konnten. Die Polizei
sucht ihrerseits Zeugen für eine «Sachbeschädigung mit politischer
Motivation». Das Jugendzentrum soll vor einer Woche bereits mit
Bierflaschen beworfen worden sein.
MDR:
Scheiben von Jugendzentrum eingeworfen
Am
frühen Sonnabendmorgen sind im alternativen Jugendzentrum im Norden von
Dessau fünf Scheiben mit Pflastersteinen eingeworfen worden.
Ein Stein liegt zwischen Glassplittern ; Rechte: dpa
Im alternativen Jugendzentrum in Dessau-Roßlau sind fünf Scheiben zerstört worden.
Nach
Angaben eines Polizeisprechers wurde niemand verletzt. Im Anschluss an
die Tat seien drei bis vier Jugendliche geflüchtet. Der polizeiliche
Staatsschutz ermittle wegen Landfriedensbruch und Sachbeschädigung. Im
Gegensatz zum Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus (Gegenpart)
wollte die Polizei nicht von einem rechtsextremistischen Hintergrund
sprechen, solange die Täter nicht ermittelt seien. Dennoch sucht sie
nun Zeugen für eine "Sachbeschädigung mit politischer Motivation".
Nicht der erste Angriff
Ein
Sprecher des Projekts Gegenpart sprach hingegen von fünf mutmaßlichen
Rechtsextremisten, die die Scheiben eingeworfen hätten. Nach seinen
Angaben liegt der Schaden bei mehreren Tausend Euro. In dem betroffenen
Jugendzentrum sind unter anderem das Mobile Beratungsteam gegen
Rechtsextremismus und die Koordinierungsstelle des Lokalen
Aktionsplanes für Demokratie und Toleranz untergebracht. Wie der
Sprecher von Gegenpart weiter mitteilte, sei der Angriff nur ein
weiteres Glied in einer Kette von Attacken gegen das Jugendzentrum.
Mutmaßliche Neonazis hätten das Vereinsdomizil vergangene Woche mit
Bierflaschen beworfen und die Eingangstür erheblich beschädigt.
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24 Juli, 2008 11:11
Variety makes happy
Global Space Odyssee 2008
www.gso-le.de
Wann: Samstag, 26. Juli 08 - 12:00
Wo: ab Connewitzer Kreuz - Karli - Ring - Augustusplatz - Täubchenweg - Völki
Die Global Space Odyssee ist eine Demo, ein Umzug, eine Parade,
eine Party der verschiedenen Subkulturen in Leipzig. Ein Tag, an dem
wir den Underground verlassen, uns zusammenschließen und der Welt
mitteilen, wie wir Leben wollen. Dieses Jahr steht die Kultur unserer
Stadt im Mittelpunkt.
Seit Jahren wird an der Freien Kultur gespart, während die Zuschüsse
für die Hoch- und Leitkultur steigen. Neu ist allerdings die Frechheit,
dass die Stadt diese Monokultur zugunsten der Wohlhabenden auch noch
als „vielfältig“, als „Musikstadt für junge Menschen“ verkaufen will.
Während die Oberen ihre Leipziger Freiheit ausleben, werden wir mit
immer mehr Auflagen, Gesetzen und Überwachungsmethoden beschränkt.
Keine Frage, es gibt uns noch. Und gerade Leipzig ist bekannt dafür.
Bekannt für jene, die selber aktiv werden wollen, die sich nicht zur
Ware oder zum Konsumenten reduzieren lassen, die Mut haben zur
Freiheit, die sich den Nazis entgegen stellen, die selber entscheiden
wollen, wie sie arbeiten, feiern und leben wollen, wo sie hin gehen und
was sie konsumieren.
Dafür reicht es mit Sicherheit nicht, einmal im Jahr auf die Strasse zu
gehen. Mindestens genauso wichtig ist der Prozess, der die GSO
ermöglicht. Der Zusammenschluss verschiedener Kulturen, Gruppen und
Initiativen, die Auseinandersetzung mit den Rahmenbedingungen,
Formulierungen von Forderungen, die Schaffung eigener Strukturen, in
denen wir uns gegenseitig unterstützen können usw.
Und vielleicht gehörst du auch dazu! Wir haben keine Lobby, außer uns
selbst. KeineR wird uns aus der Ohnmacht befreien, wenn wir nicht
aufwachen wollen. KeineR wird sich für uns hinstellen, wenn wir nicht
selber aufstehen wollen.
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23 Juli, 2008 08:37
Aus Mangel an Beweisen
Mr. "Genetischer Dreck seid ihr" freigesprochen
Nachdem am letzten Donnerstag Istvan Repaczki mit seinem lustigen Volkskörper zu seinem Prozess wegen Beleidigung am Amtsgericht erschien, funktionierte die vielbeschworene "nationale Solidarität" heute auf ganz andere Art: die solidarischen Nationalisten blieben daheim, ebenso wie Istvan.
Ganz umsonst warteten Antifas auf ihren special guest und team green auf Arbeit.
Einzig im Gerichtssaal selbst gab es mehr oder minder witzige Lach- und Sachgeschichten. Der zum heutigen Termin geladene Beamte, der nach dem Überfall auf das AJZ Bunte Platte vom 5. Mai letzten Jahres die Nazis Repaczki, Hardt und Nowotny in der Nähe des Tatorts aufgriff, konnte die Identifizierung Istvans anhand seiner Oberbekleidung nicht eindeutig bestätigen. Während die Staatsanwaltschaft für eine Verurteilung nach §185 StGB sowie 80 Tagessätzen zu 10Euro plädierte und der Rechtsanwalt Hohenstädter als Vertreter Istvans Freispruch beantragte, urteilte die Richterin zu Gunsten des Angeklagten und sprach ihn aus Mangel an Beweisen frei. RA Hohenstädter unterstellte der Geschädigten, dass sie nur Anzeige gegen seinen Mandanten gestellt hätte, um politisch gegen ihn vorzugehen.
Nur für Klatsch und Tratsch:
Vom Jugendamt gab es noch einen kleinen biografischen Ausflug in Istvans bisheriges Leben. Das gebeutelte Kind wurde 1988 geboren, seine Eltern sind geschieden. Er lebt bei seiner Mutter und hat immer noch gute Kontakte zum Vater und dessen Familie nach Ungarn. Aufgewachsen ist er in Grünau, Lindenau und Reudnitz. Seinen Realschulabschluss hat er an der Helmholtzschule (Lindenau) 2005 gemacht. Danach folgte ein Berufsgrundbildungsjahr an der Gutenbergschule und eine überbetriebliche Ausbildung als Lagerist. Den Abschluss schaffte er im zweiten Anlauf im Dezember 2007. Seine Hobbies: Fahrradfahren, Fußball, Reisen, Lesen, gelegentlicher Kampfsport, besonderes Interesse an Geschichte (hört hört...). Er ordne sich selbst der rechten Szene zu und sei momentan arbeitslos.
Die Analyse des Jugendamts und die Beschränkung darauf, dass er sich der rechten Szene zuordnet, mag wohlwollend gemeint sein. Für einen 20jährigen, der sich als Führungskader der sogenannten "Freien Kräfte Leipzig" zeichnet, nachgewiesenermaßen an diversen gewalttäigen Überfällen auf Andersdenkende beteiligt war und überengagiert ein autoritäres, rassistisches, antisemitisches und gewaltverherrlichendes Weltbild propagiert bzw. handgreiflich verstärkt, ist das nicht mehr nur beschönigend, sondern fahrlässige Ignoranz.
LVZ-Artikel vom 24.07.08 - Massiver Polizeischutz bei Neonazi-Prozess
(weiter)