[Naziaktivität ] 25 Februar, 2008 19:14
 
Colditz. Rund 100 vermummte Rechtsextremisten haben am Samstag in Colditz (Muldentalkreis) randaliert und ein Geschäftslokal schwer beschädigt. Viele der Randalierer gehören zu der verbotenen Kameradschaft "Sturm 34", teilte die Polizei mit. Erst vor einer Woche hatten rechtsextreme Schläger das Auto von fünf Nazi-Gegnern demoliert und sie mit dem Tode bedroht.

Die Gruppe sei offensichtlich angereist, um ein Konzert aus der linken Szene zu stören, hieß es. Als klar wurde, dass ein solches Konzert in Colditz gar nicht stattfand, zogen die dunkel gekleideten und vermummten Neonazis gegen 19.30 Uhr durch die Innenstadt. Aus der Menge heraus wurden Fensterscheiben eines Elektrogeschäfts und einer Wohnung eingeschlagen und Nebelgranaten in einen Geschäftsraum geworfen. Personen seien nicht verletzt worden, der Auflauf der Rechtsextremen habe sich nach etwa zehn Minuten aufgelöst. Die Polizei nahm von mehreren Beteiligten die Personalien auf. Zur Aufklärung wurde eine Ermittlungsgruppe beim Dezernat Staatsschutz eingerichtet. Viele der Randalierer seien der verbotenen Neonazi-Kameradschaft "Sturm 34" zuzuordnen, teilte die Polizei in Leipzig mit.

More... Laut der Sprecherin der Linksfraktion für antifaschistische Politik, Kerstin Köditz (Grimma), handelte es sich um einen "gezielten politischen Racheakt" der Neonazis auf das Elektrogeschäft in Colditz, denn der Inhaber des Ladens hatte bereits mehrfach eine in seinem Besitz befindliche Halle an junge Leute zur Durchführung linker Konzerte und von Aufklärungsveranstaltungen vermietet. Die Familie sei in der jüngsten Vergangenheit mehrfach bedroht worden, so Köditz. Nach Angaben des Besitzers sei ein Sachschaden von rund 100.000 Euro entstanden.

Überfall mit Gesichtsmasken und Baseballschlägern

Erst vor einer Woche hatten Neonazis bei Colditz einen gewalttätigen Angriff auf politische Gegner verübt. Fünf junge Männer aus Geringswalde waren am Samstag mit dem Auto auf dem Rückweg von einer Demonstration gegen Rechtsextremismus in Borna. Dabei wurden sie über mehrere Kilometer auch über Nebenstraßen und durch ein Waldstück von vier Fahrzeugen verfolgt. Schließlich wurden sie nach eigenen Angaben ausgebremst und auf der B 176 zum Halten gezwungen. Aus den vier Wagen seien mit Masken vermummte Männer ausgestiegen und hätten das Auto der Nazi-Gegner mit Baseballschlägern und Schlagstöcken demoliert. Die jungen Leute konnten dennoch mit Mühe flüchten und Richtung Hartha weiterfahren, wo ihnen die herbeigerufene Polizei entgegenkam, berichtete die Leipziger Volkszeitung. Die Polizei nahm die Anzeige auf und sicherte Spuren. Das Auto hatte Totalschaden.

In der Nacht darauf wurden die jungen Männer in Geringswalde mit dem Tode bedroht, berichtete die Chemnitzer Morgenpost am Freitag. Einer der Betroffenen: "Mehrere Autos fuhren vor, aus denen Nazi-Musik dröhnte. Die maskierten Insassen stiegen aus, grölten 'Freitag machen wir euch kalt!'" Beim Eintreffen der Polizei waren die Nazis bereits verschwunden.

Von dem rechtsextremen Hintergrund war freilich in der Polizei-Pressemeldung über den Überfall auf der B 176 keine Rede: dort wurde nur über eine "Sachbeschädigung" berichtet. Erst auf Nachhaken der Medien ergänzte die Polizei die Meldung.

Weitere Morddrohungen wurden in den folgenden Tagen aus Kreisen der Berufsschulen in Rochlitz und Mittweida weitere Morddrohungen laut, berichtete der Bürgermeister von Geringswalde, Rainer Eckert (66, Die Linke). "Wir hatten mitbekommen, dass die Nazis etwas Größeres planen. Eine üble Geschichte - die Jungs stehen alle auf einer 'Schwarzen Liste'." Bürgermeister Eckert forderte Polizeischutz für den 5.000-Einwohner-Ort an.

Kerstin Köditz brachte den Überfall im Landtags-Innenausschuss auf die Tagesordnung. Inzwischen kümmert sich Sachsens Landespolizeipräsident Bernd Merbitz (52) selbst um den Fall. "Er sagte, die Opfer hatten Todesangst, weil die vermummten Täter mit äußerster Brutalität vorgingen", berichtete Köditz aus der Ausschuss-Sitzung.

Am Freitag hatten die beiden sächsischen Beratungsstellen für Opfer rechter Gewalt in ihrer Jahresbilanz für 2007 eine erhebliche Zunahme rechtsextremer Übergriffe konstatiert.

[Naziaktivität ] 25 Februar, 2008 18:07
Leipzig. Ein gebürtiger Nigerianer ist am Sonnabend in Leipzig offenbar Opfer eines ausländerfeindlichen Übergriffs geworden. Der 32-Jährige stieg gegen 6 Uhr am Augustusplatz in eine Straßenbahn und fuhr in Richtung Reudnitz. Nach Angaben der Polizei begannen zwei 26 und 27 Jahre alte Männer den Afrikaner noch bei der Suche nach einem Sitzplatz als "Neger" zu beschimpfen.

An der Haltestelle Koehlerstraße stießen die beiden Deutschen ihr Opfer zunächst aus der Straßenbahn, hieß es von den Ermittlern weiter. Anschließend hätten sie den auf der Straße liegenden 32-Jährigen geschlagen und getreten, sowie dabei gerufen: "Wir machen dich fertig". Den Jüngeren der beiden Angreifer habe das Opfer mit Pfefferspray außer Gefecht gesetzt.

Während der Attacke eilten fünf Fahrgäste dem Afrikaner zu Hilfe, bewahrten ihn vor weiteren Schlägen und riefen die Polizei. In einer ersten Vernehmung gaben die beiden Angreifer an, der 32-Jährige habe sie provoziert. Deshalb hätten sie ihn zur Rede stellen wollen.

"Diese Version wurde von den Zeugen aus der Straßenbahn aber nicht bestätigt", sagte Polizeisprecher Andreas Loepki gegenüber LVZ-Online. Genauen Aufschluss über den Tathergang solle nun ein Videofilm aus einer Überwachungskamera geben. Bis dahin werde sowohl gegen den Nigerianer, weil er das Pfefferspray eingesetzt hat, als auch die beiden Deutschen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung ermittelt.

mro, LVZ-Online, 25.02.08
[Naziaktivität ] 19 Februar, 2008 20:32
In der Nacht vom Samstag zum Sonntag waren ca. 10 Hessletten in Connewitz unterwegs, zumindest 3 Autos wurden gesehen. Diese griffen willkürlich einzelne Leute an, die morgens um 5Uhr auf dem Heimweg waren. Ein Mensch wurde direkt am Connewitzer Kreuz mit Schlagstöcken und Reizgas attackiert, nachdem mehrere Maskierte mit "Du Jude, verrecke!"-Rufen auf ihn zustürmten.
[Naziaktivität ] 19 Februar, 2008 20:29
LVZ 19.02.2008 
 
 
Pakistaner in Leipziger Gartensparte zusammengeschlagen - Polizei sucht Zeugen
Leipzig. Ein gebürtiger Pakistaner ist am Wochenende in Leipzig mit rassistischen Sprüchen beschimpft und anschließend zusammengeschlagen worden. Wie die Polizei erst am Dienstag mitteilte, wurde der 37 Jahre alte Mann am Sonnabend in einer Kleingartenanlage im Stadtteil Möckern von drei jungen Männern und zwei jungen Frauen mehrfach als „Scheiß Ausländer“ beschimpft. Die mutmaßlichen Täter waren in der Sparte am Heuweg mit Fahrrädern und Kinderwagen unterwegs. Als der schon seit Jahren in Leipzig lebende Mann seine Peiniger zur Rede stellte, wurde er von einem Mann aus der Gruppe zusammengeschlagen, teilten die Ermittler mit.

Das Opfer erlitt dabei einen Nasenbeinbruch und verlor einen Zahn. Es musste im Krankenha8us behandelt werden. Von den Tätern fehle jede Spur. Die Polizei sucht vor allem nach dem etwa 22- bis 23-jährigen Schläger, der den Beschreibungen zufolge etwa 1,60 Meter groß ist und eine Mütze trug.

Hinweise erhoffen sich die Beamten von einem älteren Mann, der das Geschehen beobachtet und dem 37-Jährigen vor Ort zugesichert hatte, dass er als Zeuge zur Verfügung stehe, sich bisher aber nicht gemeldet hat.

Zeugen wenden sich an das Polizeirevier Nord in der Essener Straße 1 oder nutzen die Rufnummer 0341/5935-0.

Matthias Roth, LVZ-Online,
Dienstag, 19. Februar 2008

[Naziaktivität ] 28 Januar, 2008 05:06

In der Nacht zum 28. Januar 08 plakatierten sogenannte Hessletten im gesamten Stadtgebiet "Fahndungsplakate" zu "linken Terroristen".

 Die Bilder, welche zu sehen sind, zeigen jedoch offenbar lediglich Gegendemonstranten der Nazi-Demo vom 12. Januar diesen Jahres. Manchmal fragt man sich wirklich noch, was in der ein oder andern Nussschale so vor sich geht. Anti-Nazi-Position entspricht Terrorismus? Nicht schlecht, Schaggeline...

(im Original sind keine Balken)

[Naziaktivität ] 20 Januar, 2008 09:52

In der Nacht vom 19. zum 20. Januar 08 treten Vermummte die Haustür eines Wohnhauses in Reudnitz ein. Ca. fünf Personen betreten den Hausflur und werfen mehrere Silvester-Knaller. In eine Wohngmeinschaft im Erdgeschoss werden durch die Briefkastenschlitz weitere Böller geworfen. Danach versuchen sie die Tür einzutreten. Diese wird dabei beschädigt, öffnet sich allerdings nicht, da sich Gäste und WG-Bewohner gemeinsam gegen die Tür stemmen.

Gleichzeitig wird das Fenster einer WG im 1. Stock von Steinen getroffen und geht zu Bruch. Bereits am Morgen des 19. Januar 08 wurde durch zwei Personen versucht, Scheiben einzuwerfen. Die Polizei nahm lediglich die Personalien auf.

Die beiden eintreffenden Polizeibeamten finden den Vorgang belanglos und beschweren sich über den entstehenden Papierkram. Spurensicherung findet nicht statt.

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[Naziaktivität ] 12 Januar, 2008 17:40
Am 12. Januar marschierten rund 350 Neo-Nazis aus Leipzig, Delitzsch, Borna und Chemnitz sowie aus Thüringen und Bayern durch die Leipziger Stadtteile Anger-Crottendorf, Reudnitz und Stötteritz. Auf ihrer rund 5km Strecke mitten durch Wohngebiete war es ihnen möglich, unverhohlen antisemitische Propaganda zu skandieren und ihre dezidierte Ablehnung von Demokratie und Antifaschismus zur Schau zu stellen. Während Nazis vermummt auf der Demo liefen, wurde Protest durch Bewohner der Stadtteile und diversen Antifas teilweise gewalttätig und rechtswidrig unterbunden.

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[Naziaktivität ] 08 Januar, 2008 19:30

Folgend die Pressemitteilung der Stadt zum Aufmarsch am kommenden Samstag!

Informiert möglichst viele Leute darüber und nehmt Euch selbst nix vor! 

Die Nasen treffen sich um 12h am S-Bhf Anger-Crottendorf. Offizielles zu Gegenaktivitäten findet ihr unter --> www.left-action.de/antifa

Die angemeldete Zwischenkundgebung soll direkt vor dem Haus stattfinden, welches am 22. November 07 von ca 35-40 Nazis mit Leuchtmunition angegriffen wurde.

 

"Stadt Leipzig genehmigt Rechtsextremen-Demo am 12. Januar 2008 mit
Auflagen"

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[Naziaktivität ] 10 Dezember, 2007 19:57
Wie MDR und die Leipziger Volkszeitung berichten, wurde die Weihnachtsfeier der Diablos (Ultra-Fangruppe des FC Sachsen Leipzig) am Samstagabend von etwa 50 vermummten Personen angegriffen. Bei dem Angriff auf die "Sachsenstube" hatten die Täter Baseballschläger, Nebelkerzen, Leuchtspurmuition und Schreckschusspistolen bei sich. Mehrere Menschen wurden verletzt. In Internetforen wird davon ausgegangen, dass Fangruppen des 1.FC Lokomotive Leipzig, gemeinsam mit Fans des Halleschen FCs, den Angriff durchgeführt haben sollen.
 
 
Bilder von Spiegel online

Das Innere der "Sachenstube", dem Vereinsheim des Fussball-Oberligisten FC Sachsen Leipzig in Leipzig-Leutzsch, ist nahezu komplett zerlegt. Denn gegen 22.30 Uhr am Samstagabend haben es etwa 50 Personen überfallen, die es vor allem auf Zerstörung abgesehen hatten. Etwa die gleiche Anzahl von Menschen befand sich in der Kneipe, in der die Weihnachtsfeier der Diablos stattfand. Diese Fangruppe ist explizit antirassistisch und gilt als linksradikal.
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[Naziaktivität ] 10 Dezember, 2007 09:27

Die nächsten Wochen dürften sich vor allem in Sachsen Meldungen über Nazi-Propaganda häufen.  Da sich die armen Nasen mal wieder vorgeführt und gegängelt fühlen und die Medien, ganz klar, immer lügen, versuchen sie sich mal wieder in Kampagnenarbeit.

Diesmal läuft das ganze unter "Antirepressionswochen", die ersten Aktivitäten lassen sich leider mal wieder in Leipzig Reudnitz feststellen. Ganz offensichtlich fühlen sie sich hier wohl und zu hause. Wer sich inhaltlich mit solchem Sülz auseinandersetzen mag, kann auf diversen Nazi-websites nachlesen, wir ersparen die uns die Verbreitung der links und greifen lediglich auf ihre Bilder zurück. Warum auch immer ist der Mist meist schon wieder weg, bevor er sich dokumentieren läßt.

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[Naziaktivität ] 07 Dezember, 2007 20:38

  (Quelle: LVZ-Online 7. Dezember 07)

Verwaltungsmitarbeiter vor verschlossen Türen - Unbekannte blockieren Eingänge

Vor verschlossener Tür standen am Donnerstagmorgen etliche Mitarbeiter der Leipziger Stastverwaltung. Die Schlösser der Eingänge zum Rathaus Schönefeld, den Ämter der Prager Straße sowie den Bürgerämtern in Lützschehna-Stahmeln sowie Böhlitz-Ehrenberg waren in der Nacht manipuliert worden. Leipzig. Verwaltungsmitarbeiter, Richter und Polizisten standen am Donnerstagmorgen in mehreren sächsischen Städten vor verschlossenen Türen: Unbekannte hatten in der Nacht den Zugang zu öffentlichen Gebäuden zugekettet oder die Türschlösser beschädigt.

In Leipzig waren die Eingänge zum Rathaus Schönefeld, den Ämter der Prager Straße sowie den Bürgerämtern in Lützschehna-Stahmeln sowie Böhlitz-Ehrenberg in der Nacht manipuliert worden.

“Die Zylinder sind mit Silikon und Nägeln unbrauchbar gemacht worden”, so ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung gegenüber LVZ-Online. Außerdem seien an den Eingangstoren zu den Gebäuden Ketten und Vorhängeschlösser angebracht worden. Am Rathaus Schönefeld gab es zudem ein Plakat mit dem Schriftzug “Das System in Ketten legen”. Dieses wurde inzwischen der Polizei übergeben. (weiter)

[Naziaktivität ] 06 Dezember, 2007 20:18

 Polizeibericht vom 5. Dezember 07

(...) 

Hakenkreuze geschmiert

Wegen des Verdachts der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole wurde die Polizei heute Morgen nach Leipzig-Schönefeld gerufen. Ein Anwohner der Emil-Schubert-Straße hatte ein 63 x 76 cm großes Hakenkreuz bemerkt, das mit schwarzer Farbe an die Tür eines Trafohäuschens geschmiert wurde. Die Stadtreinigung wurde mit der Beseitigung beauftragt.

(...)

[Naziaktivität ] 04 Dezember, 2007 09:51

Am Donnerstag, den 3. Dezember 07 verteilten mehrere Nazis Flugblätter in Leipzig Reudnitz, die zur Teilnahme an einer bislang verbotenen Demonstration am 8. Dezember in der ostsächsischen Stadt Bautzen aufrufen. Thema der Veranstaltung soll die Befreiung "nationaler Gefangener" sein, also verurteilter, rechtsextremer Straftäter.

 Ebenfalls in Reudnitz wurden in der Nacht zum 4. Dezember Plakate der sogenannten "Freien Kräfte Leipzig" vorgefunden, welche auf geschichtsrevisionistische Weise an die Bombardierung Leipzigs während des 2. Weltkriegs durch alliierte Kräfte anprangern soll. Leider, kann man verkürzt anmerken, vergessen die Nazis mal wieder, warum es überhaupt so weit gekommen ist.

 

[Naziaktivität ] 03 Dezember, 2007 20:12

Das der gemeine Nazi dazu übergegangen ist, sich kaum mehr merklich durch seine Kleidung zu erkennen zu geben, ist an sich nichts neues. Bomberjacken und Springerstiefel, Glatze und stumpfer Gesichtsausdruck sind passé, ein wohlwollend "stylisches" Outfit macht es auf der Straße und bei Veranstaltungen merklich schwerer, sie zu identifizieren. Obwohl sich über den Gesichtsausdruck vielleicht noch streiten lässt, sind vormals "linke" Klamotten wie diverse Streetwear, tiefsitzende Hosen und Basecaps angesagt, meist in schwarz.
Hinzu gesellt sich nun der Versuch, über die Vereinahmung zunächst "links" erscheinender Argumente, sich in bereits bestehende Diskussionen einzuklinken und (persönliche) Akzeptanz in breiten Kreisen zu erarbeiten.

Sowohl am 22. als auch am 28. November erscheinen auf Podiumsdiskussionen der Linkspartei in Leipzig Reudnitz und Stötteritz Gruppen junger Männer, die sich im Auditorium niederließen. Nach und nach mischen sie sich in die Diskussion ein, versuchen sich von "...sogenannten Rechtsextremen" zu distanzieren. Den Anwesenden kommen zwar Zweifel an der ungewöhnlichen Teilnahme von 21 bzw. 11 jungen männlichen Personen, wirklich identifizieren als Nazis kann sie zunächst niemand, aber wie profilierungssüchtige Nasen nunmal sind, tun sie das gleich selbst.  (weiter)

[Naziaktivität ] 27 November, 2007 05:39

Dresden/Groitzsch. Nach Angaben von Polizei und  Landeskriminalamt (LKA) ist der Überfall von rechten auf Linke Jugendliche in Groitzsch weitgehend aufgeklärt. In der 25 Kilometer südlich von Leipzig gelegenen Kleinstadt Groitzsch war es am Freitag (26.Oktober) zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Dabei sind drei junge Männer zum Teil schwer verletzt worden. Ein 23-Jähriger erlitt durch einen Molotow-Cocktail schwere Brandverletzungen. Er befindet sich nach wie vor im Krankenhaus.

Nach Angaben des LKA wurden am Freitagabend fünf linksgerichtete Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren attackiert und leicht verletzt. Die Polizeidirektion Westsachsen schaltete die Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des LKA ein.
Nach wenigen Stunden wurden zwei 15 und 17 Jahre alte Tatverdächtige ermittelt, hieß es. Sie gehörten der rechten Szene an. Die Ermittler sahen davon ab, Haftbefehle zu beantragen. Den Angaben zufolge haben dafür die Voraussetzungen, beispielsweise Fluchtgefahr, gefehlt.
 (weiter)

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