[Naziaktivität ] 20 Januar, 2008 09:52

In der Nacht vom 19. zum 20. Januar 08 treten Vermummte die Haustür eines Wohnhauses in Reudnitz ein. Ca. fünf Personen betreten den Hausflur und werfen mehrere Silvester-Knaller. In eine Wohngmeinschaft im Erdgeschoss werden durch die Briefkastenschlitz weitere Böller geworfen. Danach versuchen sie die Tür einzutreten. Diese wird dabei beschädigt, öffnet sich allerdings nicht, da sich Gäste und WG-Bewohner gemeinsam gegen die Tür stemmen.

Gleichzeitig wird das Fenster einer WG im 1. Stock von Steinen getroffen und geht zu Bruch. Bereits am Morgen des 19. Januar 08 wurde durch zwei Personen versucht, Scheiben einzuwerfen. Die Polizei nahm lediglich die Personalien auf.

Die beiden eintreffenden Polizeibeamten finden den Vorgang belanglos und beschweren sich über den entstehenden Papierkram. Spurensicherung findet nicht statt.

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[Naziaktivität ] 12 Januar, 2008 17:40
Am 12. Januar marschierten rund 350 Neo-Nazis aus Leipzig, Delitzsch, Borna und Chemnitz sowie aus Thüringen und Bayern durch die Leipziger Stadtteile Anger-Crottendorf, Reudnitz und Stötteritz. Auf ihrer rund 5km Strecke mitten durch Wohngebiete war es ihnen möglich, unverhohlen antisemitische Propaganda zu skandieren und ihre dezidierte Ablehnung von Demokratie und Antifaschismus zur Schau zu stellen. Während Nazis vermummt auf der Demo liefen, wurde Protest durch Bewohner der Stadtteile und diversen Antifas teilweise gewalttätig und rechtswidrig unterbunden.

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[Naziaktivität , Termine ] 08 Januar, 2008 19:30

Folgend die Pressemitteilung der Stadt zum Aufmarsch am kommenden Samstag!

Informiert möglichst viele Leute darüber und nehmt Euch selbst nix vor! 

Die Nasen treffen sich um 12h am S-Bhf Anger-Crottendorf. Offizielles zu Gegenaktivitäten findet ihr unter --> www.left-action.de/antifa

Die angemeldete Zwischenkundgebung soll direkt vor dem Haus stattfinden, welches am 22. November 07 von ca 35-40 Nazis mit Leuchtmunition angegriffen wurde.

 

"Stadt Leipzig genehmigt Rechtsextremen-Demo am 12. Januar 2008 mit
Auflagen"

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[Naziaktivität ] 10 Dezember, 2007 19:57
Wie MDR und die Leipziger Volkszeitung berichten, wurde die Weihnachtsfeier der Diablos (Ultra-Fangruppe des FC Sachsen Leipzig) am Samstagabend von etwa 50 vermummten Personen angegriffen. Bei dem Angriff auf die "Sachsenstube" hatten die Täter Baseballschläger, Nebelkerzen, Leuchtspurmuition und Schreckschusspistolen bei sich. Mehrere Menschen wurden verletzt. In Internetforen wird davon ausgegangen, dass Fangruppen des 1.FC Lokomotive Leipzig, gemeinsam mit Fans des Halleschen FCs, den Angriff durchgeführt haben sollen.
 
 
Bilder von Spiegel online

Das Innere der "Sachenstube", dem Vereinsheim des Fussball-Oberligisten FC Sachsen Leipzig in Leipzig-Leutzsch, ist nahezu komplett zerlegt. Denn gegen 22.30 Uhr am Samstagabend haben es etwa 50 Personen überfallen, die es vor allem auf Zerstörung abgesehen hatten. Etwa die gleiche Anzahl von Menschen befand sich in der Kneipe, in der die Weihnachtsfeier der Diablos stattfand. Diese Fangruppe ist explizit antirassistisch und gilt als linksradikal.
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[Naziaktivität ] 10 Dezember, 2007 09:27

Die nächsten Wochen dürften sich vor allem in Sachsen Meldungen über Nazi-Propaganda häufen.  Da sich die armen Nasen mal wieder vorgeführt und gegängelt fühlen und die Medien, ganz klar, immer lügen, versuchen sie sich mal wieder in Kampagnenarbeit.

Diesmal läuft das ganze unter "Antirepressionswochen", die ersten Aktivitäten lassen sich leider mal wieder in Leipzig Reudnitz feststellen. Ganz offensichtlich fühlen sie sich hier wohl und zu hause. Wer sich inhaltlich mit solchem Sülz auseinandersetzen mag, kann auf diversen Nazi-websites nachlesen, wir ersparen die uns die Verbreitung der links und greifen lediglich auf ihre Bilder zurück. Warum auch immer ist der Mist meist schon wieder weg, bevor er sich dokumentieren läßt.

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[Naziaktivität ] 07 Dezember, 2007 20:38

  (Quelle: LVZ-Online 7. Dezember 07)

Verwaltungsmitarbeiter vor verschlossen Türen - Unbekannte blockieren Eingänge

Vor verschlossener Tür standen am Donnerstagmorgen etliche Mitarbeiter der Leipziger Stastverwaltung. Die Schlösser der Eingänge zum Rathaus Schönefeld, den Ämter der Prager Straße sowie den Bürgerämtern in Lützschehna-Stahmeln sowie Böhlitz-Ehrenberg waren in der Nacht manipuliert worden. Leipzig. Verwaltungsmitarbeiter, Richter und Polizisten standen am Donnerstagmorgen in mehreren sächsischen Städten vor verschlossenen Türen: Unbekannte hatten in der Nacht den Zugang zu öffentlichen Gebäuden zugekettet oder die Türschlösser beschädigt.

In Leipzig waren die Eingänge zum Rathaus Schönefeld, den Ämter der Prager Straße sowie den Bürgerämtern in Lützschehna-Stahmeln sowie Böhlitz-Ehrenberg in der Nacht manipuliert worden.

“Die Zylinder sind mit Silikon und Nägeln unbrauchbar gemacht worden”, so ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung gegenüber LVZ-Online. Außerdem seien an den Eingangstoren zu den Gebäuden Ketten und Vorhängeschlösser angebracht worden. Am Rathaus Schönefeld gab es zudem ein Plakat mit dem Schriftzug “Das System in Ketten legen”. Dieses wurde inzwischen der Polizei übergeben. (weiter)

[Naziaktivität ] 06 Dezember, 2007 20:18

 Polizeibericht vom 5. Dezember 07

(...) 

Hakenkreuze geschmiert

Wegen des Verdachts der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole wurde die Polizei heute Morgen nach Leipzig-Schönefeld gerufen. Ein Anwohner der Emil-Schubert-Straße hatte ein 63 x 76 cm großes Hakenkreuz bemerkt, das mit schwarzer Farbe an die Tür eines Trafohäuschens geschmiert wurde. Die Stadtreinigung wurde mit der Beseitigung beauftragt.

(...)

[Naziaktivität ] 04 Dezember, 2007 09:51

Am Donnerstag, den 3. Dezember 07 verteilten mehrere Nazis Flugblätter in Leipzig Reudnitz, die zur Teilnahme an einer bislang verbotenen Demonstration am 8. Dezember in der ostsächsischen Stadt Bautzen aufrufen. Thema der Veranstaltung soll die Befreiung "nationaler Gefangener" sein, also verurteilter, rechtsextremer Straftäter.

 Ebenfalls in Reudnitz wurden in der Nacht zum 4. Dezember Plakate der sogenannten "Freien Kräfte Leipzig" vorgefunden, welche auf geschichtsrevisionistische Weise an die Bombardierung Leipzigs während des 2. Weltkriegs durch alliierte Kräfte anprangern soll. Leider, kann man verkürzt anmerken, vergessen die Nazis mal wieder, warum es überhaupt so weit gekommen ist.

 

[Naziaktivität ] 03 Dezember, 2007 20:12

Das der gemeine Nazi dazu übergegangen ist, sich kaum mehr merklich durch seine Kleidung zu erkennen zu geben, ist an sich nichts neues. Bomberjacken und Springerstiefel, Glatze und stumpfer Gesichtsausdruck sind passé, ein wohlwollend "stylisches" Outfit macht es auf der Straße und bei Veranstaltungen merklich schwerer, sie zu identifizieren. Obwohl sich über den Gesichtsausdruck vielleicht noch streiten lässt, sind vormals "linke" Klamotten wie diverse Streetwear, tiefsitzende Hosen und Basecaps angesagt, meist in schwarz.
Hinzu gesellt sich nun der Versuch, über die Vereinahmung zunächst "links" erscheinender Argumente, sich in bereits bestehende Diskussionen einzuklinken und (persönliche) Akzeptanz in breiten Kreisen zu erarbeiten.

Sowohl am 22. als auch am 28. November erscheinen auf Podiumsdiskussionen der Linkspartei in Leipzig Reudnitz und Stötteritz Gruppen junger Männer, die sich im Auditorium niederließen. Nach und nach mischen sie sich in die Diskussion ein, versuchen sich von "...sogenannten Rechtsextremen" zu distanzieren. Den Anwesenden kommen zwar Zweifel an der ungewöhnlichen Teilnahme von 21 bzw. 11 jungen männlichen Personen, wirklich identifizieren als Nazis kann sie zunächst niemand, aber wie profilierungssüchtige Nasen nunmal sind, tun sie das gleich selbst.  (weiter)

[Naziaktivität ] 27 November, 2007 05:39

Dresden/Groitzsch. Nach Angaben von Polizei und  Landeskriminalamt (LKA) ist der Überfall von rechten auf Linke Jugendliche in Groitzsch weitgehend aufgeklärt. In der 25 Kilometer südlich von Leipzig gelegenen Kleinstadt Groitzsch war es am Freitag (26.Oktober) zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Dabei sind drei junge Männer zum Teil schwer verletzt worden. Ein 23-Jähriger erlitt durch einen Molotow-Cocktail schwere Brandverletzungen. Er befindet sich nach wie vor im Krankenhaus.

Nach Angaben des LKA wurden am Freitagabend fünf linksgerichtete Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren attackiert und leicht verletzt. Die Polizeidirektion Westsachsen schaltete die Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des LKA ein.
Nach wenigen Stunden wurden zwei 15 und 17 Jahre alte Tatverdächtige ermittelt, hieß es. Sie gehörten der rechten Szene an. Die Ermittler sahen davon ab, Haftbefehle zu beantragen. Den Angaben zufolge haben dafür die Voraussetzungen, beispielsweise Fluchtgefahr, gefehlt.
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[Naziaktivität ] 23 November, 2007 18:06

Am Abend des 22. Novembers griffen Nazis mit Signalraketen ein Wohnhaus in der Holsteinstraße an und skandierten Anti-Antifa-Parolen. Das Haus wurde in der Nacht zuvor mit zwei großen Hakenkreuzen beschmiert.

Rund 40 Personen, zumeist schwarz gekleidet und vermummt, marschierten an diesem Donnerstag gegen 21 Uhr an der gegenüberliegenden Straßenseite auf. Sie begannen sofort, Signalraketen gegen das Haus zu schießen und brüllten "Rotfront verrecke", Nationaler Sozialismus jetzt" und Anti-Antifa-Parolen. Nach wenigen Minuten verschwanden die Vermummten in Kleingruppen in den anliegenden Straßen. Die kurze Zeit später eintreffende Polizei konnte lediglich von einigen wenigen die Personalien aufnehmen. Die Bewohner des Hauses selbst sind überrascht und verängstigt. Nach eigenem Bekunden können sie keinen Anlaß sehen für derartige Drohgebärden der lokalen rechtsextremen Szene.

Bereits in der Nacht zuvor waren am selben Haus zwei großen Hakenkreuze angebracht worden, die den Schriftzug "wieder Deutschland" einrahmten. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt gestellt wegen der Verwendung von nationalsozialistischen Zeichen, Sachbeschädigung und Landfriedensbruch. (weiter)

[Naziaktivität ] 19 November, 2007 09:21

Am frühen Morgen des 21. Oktober hat es auf eine Frau, die im Rahmen des Erasmusprogramms an unserer Hochschule studiert, in Reudnitz einen rassistischen Übergriff gegeben. Zwei Männer beleidigten sie, wurden dann handgreiflich und verletzten sie körperlich. Grund für den Angriff war ihr "nicht-deutsches" Aussehen. Für das Opfer waren die beiden Angreifer nicht sofort als Rechtsradikale zu erkennen. Erst im Verlauf der Auseinandersetzung bemerkte sie den Hakenkreuz-aufnäher an der Jacke. Dank ihrer Erfahrungen in Selbstverteidigung und das mutige Eingreifen eines Passanten konnte Schlimmeres verhindert werden. Die Studentin musste ärztlich behandelt werden und erstattete Anzeige.

Dieser Vorfall war für die Studierende bisher der aggressivste in Leipzig. Erst vor ein paar Tagen ist sie in Markkleeberg als "Hure" beschimpft worden.
Rassistische Äußerungen in der Strassenbahn sind für sie alltäglich. Solche und ähnliche Übergriffe finden eben nicht nur in Mügeln oder dem Muldentalkreis statt. Erschreckend ist allerdings, wie wenig Öffentlichkeit diese Vorfälle in Leipzig erfahren.
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