[Naziaktivität
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01 Juli, 2008 06:46
Polizeibericht PD Leipzig vom 30. Juni 08
Graffitischmiererein an Wänden und PKW`s
Am Sonntagmorgen wurde die Polizei darüber informiert, dass auf dem
Parkplatz gegenüber dem Wohngrundstück Essener Straße 64 drei PKW`s (
ein Suzuki, ein Citroen und ein Mercedes mit brauner und weißer Farbe
sowie den Worten: „ OPIZ" bzw. „ODIN" und „LOK" beschmiert wurden.
Während der Anzeigenaufnahme vor Ort bemerkten die Polizeibeamten, dass
an den Giebelwänden des Wohnblockes sowie an den Hauswänden zwischen
den Eingängen weitere Schmiererein mittels grüner Farbe in einer Größe
von ca. 1,50 m x 1, 50 m aufgesprüht wurden. Hier standen die Worte: „
Freiheit, Sieg Heil, LOK , Scheiß Chemie und Odin(z)" . Ein
Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Verwenden von Kennzeichen
verfassungswidriger Organisationen wurde eingeleitet. Die Höhe des
Sachschadens ist nicht bekannt. (Vo)
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30 Juni, 2008 21:03
npd-blog.info 30.06.08
- Wurzen -
Angriff durch mutmaßlich Rechte nach EM-Finale
Nach der Übertragung des EM-Finales Deutschland gegen Spanien am 29.
Juni 2008 im Kulturkeller in D5 in Wurzen sind nach Angaben des NDK
Wurzen Gäste der Veranstaltung durch mehrere Jugendliche geschlagen und
verletzt worden. Gegen 23.00 Uhr lief demnach eine Gruppe von bis zu 30
Personen aus Richtung Domgasse auf den Domplatz und skandierten
fußballtypischen Sprechchöre. Mindestens einer der Personen rief zudem:
“Ich denke hier sind Zecken!”, was darauf schließen lässt, dass die
Gruppe dem rechten Spektrum zuzuordnen ist und sie vorhatten, die
Veranstaltung zu stören und deren Besucher zu bedrohen oder zu
schlagen. Der Großteil der Besucher konnte sich in das Gebäude zurück
ziehen. Zwei Personen wurden jedoch von den Angreifern unmittelbar am
und auf dem Gelände des D5 geschlagen, getreten und verletzt. Die
Polizei wurde verständigt und Strafantrag wegen Körperverletzung
gestellt.
http://npd-blog.info/?p=1857
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30 Juni, 2008 06:57
Leipzig fährt nach Berlin!
- Informations- und Mobilisierungsveranstaltung -
>>Für ein globales Recht auf Migration<<
Gegen Rassismus, soziale Ausgrenzung und Überwachungsstaat Solidarität ohne Grenzen
15 Jahre ist es her, dass das Grundrecht auf Asyl abgeschafft wurde. Doch was genau bedeute das Grundrecht auf Asyl? Weshalb wurde es abgeschafft und was waren/sind die folgen? Wie ist heute die Situation für MigrantInnen in Deutschland und in der EU? Auf dies Fragen versucht die Informationsveranstaltung antworten zu geben. Zu Wort kommen sollen Menschen, die sich seit Jahren mit der Thematik beschäftigen, genauso wie diejenigen die aus unterschiedlichen Gründen nach Deutschland gekommen sind und mit der jetzigen Situation, wie zum Beispiel Rechtlosigkeit, Abschiebung und Abschiebelagern zu kämpfen haben. Des weiteren wird es Informationen zur der bundesweiten Demo in Berlin zur 15 jährigen Abschaffung des Asylrecht, mit dem folgenden Motto geben:
Für ein globales Recht auf Migration
Gegen Rassismus, soziale Ausgrenzung und Überwachungsstaat Solidarität ohne Grenzen!
Infoveranstaltung: Im Conne Island am 1.7.08 um 18.30Uhr
Die
Demo in
Berlin beginnt um
14Uhr, Abschlusskundgebung (17uhr) mit Konzert: "Anarchist Academy" (HipHop aus Lüdenscheid), "Die Ciaoceskos" (Ska-Punk aus Potsdam), Koljah, Tai Phun und NMZS - L'Avantgarde/Anti-Alles-Aktion (HipHop aus Göttingen/Düsseldorf)
Wem das immer noch nicht genug ist,der kann ja abends in Berlin noch auf die Soliparty in die Köpi gehen.
Köpi 21Uhr “Bleiberecht überall“ mit:
Keller (Elektro):
Mr. Ties (MFE), Jean Ferré (Barfuss), YokoFono (DDR/FKK), tiA (://about blank), Kol-Jah (Sumpfblüten, ://about blank), Ritschko, Klick (4augenvögeln).
Keller (Hiphop):
"Conexion Musical", "Schlagzeiln", "Monkey Mob".
AGH (Punk):
"Free Yourself" (Griechisch-kölnischer Melodie HC aus Köln) und "Partiya" (Anarcho-Punk aus Belorussland). Anschließend Ska-Mucke.
Bitte Termine merken,weiterleiten und vorbei kommen!
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26 Juni, 2008 06:23
Dresden/Chemnitz/Leipzig nach dem Halbfinale
Beschämende Nachspielzeit? Fremdenfeindliche Ausschreitungen.
Gebt ihnen zwei Wochen Fähnchen in die Hand, laßt elf Leute mit dem gleichen Pass guten Fußball spielen und schon geht's wieder los. "Beschämende Nachspielzeit" nennt die Pressestelle der PD Dresden, was gestern Abend nach dem Halbfinalspiel in Dresden abging: Laut Welt-Online begannen nach Ende des Spiels 20 bis 30 dunkel bekleidete Unbekannte hintereinander drei Imbisse anzugreifen. Die Fensterscheiben wurden eingeworfen, Knallkörper gezündet, eine Türkische Fahne verbrannt. In zumindest zwei Geschäften wurden die anwesenden Betreiber_innen gleich mit attackiert. Rund 200 Polizisten waren nötig, um den Exzess zu beenden, elf Personen wurden festgenommen. Jedoch war nach Polizeiangaben kein Mitglied der anführenden Gruppe darunter. Der bittere Teil: es handelte sich nicht um Bratwurststände, sondern um Dönerläden. Und ein ganzer Mob an Gaffern und Zuschauern zog gleich mit und ergötzte sich am Anblick. Die Polizei schaffte es aber in ihrer Pressemitteilung nicht, die Angriffe als das zu bennen, was sie waren - das Ausleben übelster Ressentiments.
Mügeln in Dresden während der Europameisterschaft? Kühe, Schweine, Ostdeutschland!
Nach der Hetzjagd auf mehrere Menschen nichtdeutscher Herkunft (!), war der Aufschrei in der medialen Öffentlichkeit nicht zu übersehen. Die ethnisch gezogene Trennlinie zwischen den Akteuren ist das entscheidende Element der Angriffe eines deutschen Dorffest-Mobs auf acht Inder gewesen. Die nicht koschere Auseinandersetzung zwischen den Besucher_innen endete im August 2007 schließlich in einer pogromartige Hetzjagd von rund 50 Deutschen auf 8 Inder.
In Dresden kam es nun, nach dem Spiel Deutschland gegen Türkei (3:2), zu Angriffen gegen Dönerläden und die anwesenden Migrant_innen. Auf zwei Nazi-websites wurde im vorhinein dazu aufgerufen, sich unter das fahnenschwingende Volk zu mischen und innerhalb von fan-meilen für ethnisch motivierte Auseinandersetzungen zu sorgen. Und zunächst scheint diesen Aufrufen auch niemand gefolgt zu sein. Finden sich dann aber wirklich ein paar aktionistische Nazis, ist auch sofort der Mob an Zustimmung und Einvernehmen zu finden, der hinter diesen her trottet und Gewalt gegen Menschen gutheißt!
Bildmaterial (Sächsischen Zeitung, indymedia)
auf indymedia:
Chemnitz und Leipzig
In Chemnitz wurden im gleichen Zeitraum 6 Polizist_innen verletzt und mehrere Polizeiwagen beschädigt, als team green bei nonverbalen Konflikten eingriff.
Zur Verringerung der CO2-Emissionen durch wild umherfahrende und grölende Deutsche - die beseelt waren von der Vorstellung, nicht Ballack und co. haben da gespielt und gewonnen, sondern sie selbst durch ihre gemeinschaftliche Zugehörigkeit - konnten sich Fahrzeuge und Halter am Connewitzer Kreuz nach Ende des Spiels über zwei Stunden lang kostenlos entfahnen lassen.
LVZ-online vom 26.06.08
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25 Juni, 2008 16:04
Antwort der Staatsregierung Sachsens auf Kleine Anfragen
Verfassungsschutz heißt Verfassungsschutz und INEX ist kein Beobachtungsobjekt
- NPD und CDU stellten Kleine Anfragen im sächs. Landtag zu INEX -
NPD 4_Drs_12331_-1_1_3_.pdf
CDU 4_Drs_12345_-1_1_4_.pdf
Das ist die Zusammenfassung der Antwort der sächsischen Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der NPD zum Ausgang einer Veranstaltung in Leipzig mit dem Chemnitzer Professor, Eckhard Jesse.Im Namen der NPD wollte Winfried Petzold von der Landesregierung wissen, wieviele Verletzte es gegeben und welcher Sachschaden bei der Podiumsdiskussion entstanden sei. Weder Verletzte noch Sachschaden habe es gegeben, antwortet der sächsische Innenminister Buttolo und fügt hinzu, dass das "sogenannte" Landesamt für Verfassungsschutz wirklich so heißt. (Angemerkt sei durch das Autor_innen-Kollektiv, dass INEX weder zu "Krawallen" aufgerufen, geschweige denn die Verantwortung für etwas übernommen hat, was so nicht stattgefunden hat. Die Leipziger Volkszeitung hatte entsprechendes berichtet.)
Da die CDU da natürlich der Versuchung ebenfalls nicht entrinnen konnte, stellte sie ebenfalls eine Anfrage. Diese war zwar weniger pathetisch formuliert, brachte aber schlußendlich genauso wenig gewünschte Antworten. Buttolo bestätigt wiederum, dass INEX keinen Anlaß zur Beobachtung durch den Verfassungsschutz bietet und dekonstruiert den Versuch des Antragstellers Christian Piwarz, gegen die Linkspartei zu schießen, denn:
"Das Landesamt für Verfassungschutz Sachsen beobachtet gemäß §§ 2,3 SächsVSG Personenzusammenschlüsse, die Anhaltspunkte dafür bieten, dass sie als Bestrebung gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung zu bewerten sind oder solche aktiv sowie ziel- und zweckgerichtet unterstützen. In Sachsen kann das für die Partei "DIE LINKE" nicht festgestellt werden. Sie ist daher auch kein Beobachtungsobjekt des LfV Sachsen."
Die Leipziger Initiative gegen jeden Extremismusbegriff INEX hatte zur kritischen Teilnahme aufgerufen, da Jesse, Vordenker der Neuen Rechten und Vertreter der wissenschaftlich umstrittenen Extremismustheorie zur Verteidigung eben dieser in das Leipziger Schulmuseum geladen war. Interessierte konnten dort nicht nur durch Jesse selbst erfahren, dass die NPD keine Gefahr für demokratische Grundwerte darstellt, sondern auch durch die einleitenden Worte eines Vertreters des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, dass Christen die größte verfolgte religiöse Gruppe der Welt seien und Eva Herrmann nur aufgrund ihres Bekenntnisses zum Christentum sich aus dem TV-Geschäft zurückziehen musste, nicht etwa wegen verharmlosender Äußerungen zur NS-Zeit.
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25 Juni, 2008 15:20
Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig zu Hess-Gedenkmärschen
'S hat sich ausmarschiert!
Das Bundesverwaltungsgericht Leipzig hat die vorinstanzlichen Entscheidungen zum Verbot des Hess-Gedenkmarsches 2005 am Mittwoch bestätigt. Gleichzeitig erklärte es, die Erweiterung des Paragrafen 130 des Strafgesetzbuches sei mit der Verfassung vereinbar. Danach wird mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft, "wer öffentlich
oder in einer Versammlung den öffentlichen Frieden in einer die Würde
der Opfer verletzenden Weise dadurch stört, dass er die
nationalsozialistische Gewalt- und Willkürherrschaft billigt,
verherrlicht oder rechtfertigt".
Der Hess-Gedenkmarsch fand jahrelang in Wunsiedel in Bayern statt. Dort liegt der verurteilte NS-Kriegsverbrecher Rudolf Hess seit seinem Tod 1987 begraben. Angemeldet wurde der Nazi-Auflauf zuletzt vom Hamburger Nazi Jürgen Rieger.
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23 Juni, 2008 21:47
Veranstaltungshinweis für Mittwoch, 25.Juni 08 - 19:00
Alte Ziele - Neue Taktik. Antikapitalismus von rechts
Wann: Mittwoch, 25.Juni 08 - 19:00 Uhr
Wo: Erich-Zeigner-Haus, Zschochersche Straße 21, Leipzig
Es gehe um die "Nationalisierung der sozialen Frage", verkündet ein
NPD-Landtagsabgeordneter. Diese inhaltliche Strategie ist inzwischen das
Bindeglied zwischen allen Strömungen der extmen Rechten.
Der Publizist Volkmar Wölk (Grimma) beleuchtet bei einer Veranstaltung
der Bürgerinitiative Lindenau am Mittwoch, den 25. Juni, um 19 Uhr im
Erich-Zeigner-Haus, Zschochersche Str. 21, die Hintergründe dieser
Ideologie. "Es handelt sich nicht lediglich um Demagogie", so Wölk,
"sondern um ein umfassendes Weltbild, in dem die Vision der
Volksgemeinschaft mit Antisemitismus und Antiamerikanismus verknüpft
wird. Globalisierungskritik wird zugleich nationalistisch gewendet."
Da es sich um eine Diskussionsveranstaltung über die extme Rechte
handelt, weisen die Veranstalter darauf hin, dass den Anhänger keinen
Zutritt haben.
[Naziaktivität
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22 Juni, 2008 15:19
Wagenplatzfest Großzschocher
Zwei Besucher von Nazis angegriffen
Am
Freitag, 20. Juni 08, wurden eine Besucher_innengruppe des
Wagenplatzfestes auf der Zufahrtsstraße von mehreren Nazis angegriffen.
Während der Großteil der Gruppe über ein anliegendes Feld flüchten
konnte, wurden zwei Personen niedergeschlagen und bepöbelt. Die Fatzken
waren mit insgesamt drei Autos unterwegs und schneller wieder weg, als
dass die aufziehende sportive Wetterlage ihrer hätte habhaft werden
können. Weitere Vorfälle waren bei den zwei Tage dauernden
Feierlichkeiten nicht zu verzeichnen. Während dessen blieb die Party im
Atari in Reudnitz völlig ungestört.
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21 Juni, 2008 16:15
BVerwG 6 C 21.07 (VGH München 24 B 06.1894)
Verhandlung zum Verbot von Hess-Gedenkmarsch in Wunsiedel am Bundesverwaltungsgericht Leipzig
Wann: 25.06.08 - 11:30
Die Klage richtet sich gegen das Verbot einer Versammlung. Der Kläger
hatte eine Veranstaltung unter freiem Himmel in dem Ort Wunsiedel mit
dem Thema "Gedenken an Rudolf Heß" angemeldet. Die Veranstaltung sollte
als Marsch durch die Innenstadt von Wunsiedel mit Ansprachen auf dem
Festplatz sowie einem Rahmenprogramm mit Musikdarbietungen durchgeführt
werden. Das Landratsamt Wunsiedel verbot die Veranstaltung im
Wesentlichen mit der Begründung, der Versammlungsleiter und der zu
erwartende Teilnehmerkreis ließen angesichts des Versammlungsthemas den
Schluss zu, dass eine Verherrlichung oder Billigung der
nationalsozialistischen Gewalt- und Willkürherrschaft erfolgen werde, so
dass die konkrete Gefahr der Verwirklichung des Straftatbestandes der
Volksverhetzung im Sinne von § 130 Abs. 4 des Strafgesetzbuches (StGB)
bestehe. Das Begehren des Klägers auf Erlangung vorläufigen
Rechtschutzes blieb vor dem Verwaltungsgericht, dem
Verwaltungsgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht erfolglos, so
dass die Veranstaltung nicht durchgeführt wurde. (weiter)
[Allgemein
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21 Juni, 2008 07:21
In Folge des Überfalls auf Nightliner nach "Leipzig zeigt Courage"
15 Nazis in Leipzig nach Angriff vorübergehend festgenommen!
Gleich 12 Nazis sitzen derzeit noch in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, in der Nacht vom 30. April zum 1. Mai auf der Suche nach "linksorientierten" einen Nightliner in Mockau gesmashed zu haben. Dabei gab's nen kleinen Sachschaden von 8.000Euro und eine verletzte Person. Der Vorwurf lautet auf schweren Landfriedensbruch und gemeinschaftlicher schwerer Körperverletzung.
Nachdem bis Anfang Juni bereits vier Verdächtige in U-Haft saßen, scheint zumindest einer Redefluß bewiesen zu haben. Wie die LVZ berichtet, wurde nun das gesamte Rollkommando festgenommen. Alle Personen seien "rechtsorientiert" und können dem Hool-Umfeld von Lok und Chemie zugerechnet werden.
Team Green ging extrem zurückhaltend mit dem Informationsfluß um und informierte nicht selbständig über den Angriff, bestätigte ihn auch lediglich auf LVZ-Anfragen mehrere Tage später, am 3.Mai. Dies geschah aus ermittlungstaktischen Gründen, löste aber offenbar auch im sächsische Innenministerium arge Verwunderung aus.
Verwundern muss aber eigentlich, dass die Festgenommen als "rechtsorientiert" bezeichnet werden, als ob sie gar nicht so wirklich Nazis wären, sondern ganz durchschnittliche Bürger. Sie sind es aber, und sie haben kein Problem damit, einen besetzten Linienbus anzugreifen, auf der Suche nach Andersdenkenden, die nicht in ihr Weltbild passen. Und das mit dem expliziten Ziel, diese auszusondern und zusammenzuschlagen.
[Antifa
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19 Juni, 2008 15:59
Berufsdemonstrant Istvan meldet mal wieder Demo an
- Nazi-Kundgebung in Großzschocher am Donnerstag verhindern -
In der dörflichen Idylle, zwischen Kühen und Schweinen, mitten in Ostdeutschland, trifft sich am morgigen Donnerstag, 19.06.08, mal wieder der örtliche Freundeskreis der Blonden und Blauäugigen. Zwischen 18 und 19 Uhr wurde beim Ordnungsamt eine stationäre Kundgebung unter dem Motto "Sexualstraftäter wegsperren" angemeldet, die Teilnehmerzahl wurde mit 30 Personen angegeben.
Der Ort der Nazikundgebung ist in unmittelbarer Nähe des Bürgerzentrums Südwest in der Pfeilstraße.
Eine Gegenkundgebung wurde durch das Ladenschluss-Bündnis angemeldet. Ab 17:30 wird eine antifaschistische Kundgebung im Kreuzungsbereich Huttenstraße/Dieskaustraße stattfinden!
Posting vom Ladenschluss-Bündnis
Dies ist allein in diesem Jahr die vierte Anmeldung einer Demonstration durch die "Freien Kräfte Leipzig". Während im Januar rund 320 Nazis vor einem Haus in Reudnitz aufliefen, welches nur eine Woche später Ziel eines Angriffs wurde, konnte zumindest die Demonstration im März verboten werden. Ende April wurde in Grünau - weitgehend ungestört - erneut aufmarschiert. Nun geht's ab nach Großzschocher. Während Grünau seit geraumer Zeit aus Nazi-Sicht als homezone wahrgenommen wird, hat sich die Situation in Reudnitz nach dem Wegzug von Istvan Repaczki merklich beruhigt. Großzschocher gilt vielen Fatzken als neuer Spielplatz. Aufkleber, Plakate und gesprühte Parolen lassen sich fast überall finden. Und selbst die Bürgerinitiative Großzschocher, bei der auch die CDU mit im Boot sitzt, hatte schon mehrmals ungebetenen Besuch. Zuletzt versuchten Nazis eine Veranstaltung am 9.Juni zu stören. Unklar ist, warum das Ordnungsamt das vierte Mal in Folge die Anmeldung durch Repaczki akzeptiert, bezeichnet sie ihn doch selbst in Pressemitteilungen als Mitglied der "Freien Kräfte" und weiß um seine Haltung zu Gewalt gegenüber Andersdenkenden und Menschen mit Migrationshintergrund. Der Versuch, über ein sensibles Thema wie sexuelle Gewalt Anknüpfungspunkte zu bieten zu nationalsozialistischem Gedankengut, darf nicht ignoriert, sondern muss verhindert werden!
[Allgemein
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19 Juni, 2008 11:18
Antifaschistisches Infoblatt Nr. 79
Vernetztes Selbstbewusstsein
Übergriffe, Aufmärsche, Propaganda-Aktionen – die
Neonazi-Szene in Leipzig und Nordwestsachsen ist in den letzten beiden
Jahren immer aktiver geworden. Eine Hauptursache dürfte in der guten
Vernetzung zwischen Stadt und Land zu finden sein.
Von »struktureller Unfähigkeit«, wie im
letzten Text zur Region (AIB #70) beschrieben, kann jedenfalls kaum
noch die Rede sein. Die Szene der »freien Nationalisten« bzw.
»nationalen Sozialisten« hat sich trotz personeller Fluktuationen gut
organisiert und verfügt mittlerweile über erhebliches
Selbstbewusstsein. Sogar auf Christian Worch und die von ihm
angemeldeten Aufmärsche glaubt man verzichten zu können: Nachdem die
regionalen Kräfte die Veranstaltung im Juli 2007 offen sabotierten (nur
30 Neonazis waren da), zog Worch alle seine bis 2014 reichenden
Anmeldungen in Leipzig zurück.
Das Selbstbewusstsein gründet vor allem in einer besonderen
Organisationsstruktur. Sie kombiniert die für Nazis notwendige straff
autoritäre Führung mit einer verhältnismäßigen Unabhängigkeit der
unteren Chargen bei der Wahl ihrer Aktionsformen. Die Autoritäten der
Region sind dabei unangefochten Maik »Michi« Scheffler aus Delitzsch
und Thomas »Ace« Gerlach aus Altenburg. Jens Schober aus Leisnig, noch
2005 wichtige Gestalt beim damaligen »Freien Widerstand Leipzig«, wurde
dagegen an den Rand gedrängt und ist wieder in seine Kleinstadt
zurückgezogen.
(Maik Scheffler (links) und Tommy Naumann beim Neonazi-Aufmarsch in Leipzig am 12. Januar 2008)
(weiter)
[Allgemein
]
18 Juni, 2008 15:58
Folgestudie von Oliver Decker veröffentlicht
Leipziger Forscher: Ausländerfeindlichkeit weiter verbreitet als vermutet
http://library.fes.de/pdf-files/do/05433.pdf
Leipzig. Ausländerfeindlichkeit ist einer Studie zufolge in Deutschland
wesentlich verbreiteter als bislang angenommen. Teilnehmer einer
Gruppendiskussion hätten ablehnende Haltungen gegenüber Ausländern "mit
besorgniserregender Selbstverständlichkeit geäußert - auch bei Personen,
die in einer ersten Studie nicht durch rechtsextreme Einstellungen
aufgefallen waren", sagte am Mittwoch der Psychologe Oliver Decker von
der Universität Leipzig. "Immer dann, wenn der Wohlstand als Plombe
bröckelt, steigen aus dem Hohlraum wieder antidemokratische Traditionen
auf", sagte Decker. Die Ergebnisse der im Auftrag der
Friedrich-Ebert-Stiftung entstandenen Studie sollten am Abend in Berlin
vorgestellt werden. (weiter)
[Allgemein
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18 Juni, 2008 15:46
Beitrag der Gruppe LExil
"UND WER KONTROLLIERT IHR LEBEN?"
-- zur Versorgungssituation von AsylbewerberInnen in Leipzig --
AsylbewerberInnen und "geduldeten" (1) Flüchtlingen ist es in Leipzig bis dato
nicht gestattet, Lebensmittel für ihren täglichen Bedarf einfach einzukaufen
oder sich im nächsten Supermarkt spontan vom Angebot der Regale inspirieren zu
lassen. Stattdessen müssen sie schon eine Woche vorher wissen, was in der
darauf Folgenden auf den Tisch kommen soll. Denn mit dem seit 1997 geltenden
Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) wurde die Grundversorgung von der
verwaltungsmäßig einfacheren und auch kostengünstigeren Bargeldauszahlung auf
Sachleistungen umgestellt. (weiter)
[Antifa
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12 Juni, 2008 09:12
Modemagazin für Antifaschist_innen