Nazis marschieren weitgehend unbehelligt - Polizei greift Wohnhaus an!
Antifaschistische Demonstration am 12.1.08 ab 11 Uhr in Leipzig
Die "Freien Kräfte Leipzig" mobilisieren mit tatkräftiger Unterstützung
aus dem Umland für eine Demonstration am 12.1. 12 Uhr ab S-Bhf
Anger-Crottendorf.
Die Stadt Leipzig hat den Naziaufmarsch in Osten der Stadt unter
20 Auflagen genehmigt.
Nazi-Aufmarsch am Samstag, 12-01-08, in Leipzig Reudnitz
Folgend die Pressemitteilung der Stadt zum Aufmarsch am kommenden Samstag!
Informiert möglichst viele Leute darüber und nehmt Euch selbst nix vor!
Die Nasen treffen sich um 12h am S-Bhf Anger-Crottendorf. Offizielles zu Gegenaktivitäten findet ihr unter --> www.left-action.de/antifa
Die angemeldete Zwischenkundgebung soll direkt vor dem Haus stattfinden, welches am 22. November 07 von ca 35-40 Nazis mit Leuchtmunition angegriffen wurde.
"Stadt Leipzig genehmigt Rechtsextremen-Demo am 12. Januar 2008 mit
Auflagen"
Am 3. Dezember 07 gab es nach langer Flaute einen kleinen antifaschistischen Spaziergang durch die Stadtteile Leipzig Reudnitz und Anger-Crottendorf. Einige junge Menschen, in der dezenten Farbe Schwarz gekleidet, verbrachten ihren Sonntag damit, diverse Nazipropaganda, welche sich zu Hauf finden läßt, zu entfernen bzw. zu überpinseln.
Nach Überfall auf Diabolos in der Sachsenstube - "Rivalität soll auf Sport konzentriert bleiben"
(LVZ, 12. Dezember 07)
DREI FRAGEN AN ...
Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke)
In einer Zeitung werden Sie so zitiert: "Wir haben kein Problem mit der
Gewaltbereitschaft im Leipziger Fußball, nur mit der Berichterstattung
in den Medien." Verharmlosen Sie damit nicht die aktuellen Ereignisse?
Bestimmt nicht. Zunächst einmal: Ich bin ich aus einem Gespräch heraus
falsch zitiert worden. Ich bemühe mich deshalb um Klärung. Zum
Verharmlosen gibt es natürlich keinen Anlass. Was sich da in der
Sachsenstube ereignete ist schlimm genug und ich verurteile es zutiefst.
So schlimm, dass die Medien darüber ausführlich berichten mussten. Was
passt Ihnen daran nicht?
Es ist dann in Ordnung, wenn sachlich die Vorgänge, soweit die derzeit
bekannt sind, geschildert werden. Wenn das Ganze aber in Hysterie
ausartet, der Eindruck erweckt wird, der Bürger könne sich nicht mehr
auf die Straße oder in Gaststätten trauen, dann ist das falsch. Wohl
wissend, das Gewalttätige in diesem Zusammenhang erheblichen Schaden
anrichten können oder schon angerichtet haben.
Dass in Leipzig derzeit der Fußball in ein schlechtes Licht gerückt ist,
können Sie aber nicht bestreiten?
.
(weiter)
Das Innere
der "Sachenstube", dem Vereinsheim des Fussball-Oberligisten FC Sachsen
Leipzig in Leipzig-Leutzsch, ist nahezu komplett zerlegt. Denn gegen
22.30 Uhr am Samstagabend haben es etwa 50 Personen überfallen, die es
vor allem auf Zerstörung abgesehen hatten. Etwa die gleiche Anzahl von
Menschen befand sich in der Kneipe, in der die Weihnachtsfeier der
Diablos stattfand. Diese Fangruppe ist explizit antirassistisch und
gilt als linksradikal.
(weiter)
Nazis starten "Antirepressionswochen"
Die nächsten Wochen dürften sich vor allem in Sachsen Meldungen über Nazi-Propaganda häufen. Da sich die armen Nasen mal wieder vorgeführt und gegängelt fühlen und die Medien, ganz klar, immer lügen, versuchen sie sich mal wieder in Kampagnenarbeit.
Diesmal läuft das ganze unter "Antirepressionswochen", die ersten Aktivitäten lassen sich leider mal wieder in Leipzig Reudnitz feststellen. Ganz offensichtlich fühlen sie sich hier wohl und zu hause. Wer sich inhaltlich mit solchem Sülz auseinandersetzen mag, kann auf diversen Nazi-websites nachlesen, wir ersparen die uns die Verbreitung der links und greifen lediglich auf ihre Bilder zurück. Warum auch immer ist der Mist meist schon wieder weg, bevor er sich dokumentieren läßt.
Nazis in Leipzig können Sekundenkleber benutzen und Ketten tragen.
(Quelle: LVZ-Online 7. Dezember 07)
Verwaltungsmitarbeiter vor verschlossen Türen - Unbekannte blockieren Eingänge
Vor verschlossener Tür standen am Donnerstagmorgen etliche Mitarbeiter der Leipziger Stastverwaltung. Die Schlösser der Eingänge zum Rathaus Schönefeld, den Ämter der Prager Straße sowie den Bürgerämtern in Lützschehna-Stahmeln sowie Böhlitz-Ehrenberg waren in der Nacht manipuliert worden. Leipzig. Verwaltungsmitarbeiter, Richter und Polizisten standen am Donnerstagmorgen in mehreren sächsischen Städten vor verschlossenen Türen: Unbekannte hatten in der Nacht den Zugang zu öffentlichen Gebäuden zugekettet oder die Türschlösser beschädigt.
In Leipzig waren die Eingänge zum Rathaus Schönefeld, den Ämter der Prager Straße sowie den Bürgerämtern in Lützschehna-Stahmeln sowie Böhlitz-Ehrenberg in der Nacht manipuliert worden.
“Die Zylinder sind mit Silikon und Nägeln unbrauchbar gemacht worden”, so ein Mitarbeiter der Stadtverwaltung gegenüber LVZ-Online. Außerdem seien an den Eingangstoren zu den Gebäuden Ketten und Vorhängeschlösser angebracht worden. Am Rathaus Schönefeld gab es zudem ein Plakat mit dem Schriftzug “Das System in Ketten legen”. Dieses wurde inzwischen der Polizei übergeben. (weiter)
Leipzig Schönefeld und Hakenkreuz
Polizeibericht vom 5. Dezember 07
(...)
Hakenkreuze geschmiert
Wegen des Verdachts der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole wurde die Polizei heute Morgen nach Leipzig-Schönefeld gerufen. Ein Anwohner der Emil-Schubert-Straße hatte ein 63 x 76 cm großes Hakenkreuz bemerkt, das mit schwarzer Farbe an die Tür eines Trafohäuschens geschmiert wurde. Die Stadtreinigung wurde mit der Beseitigung beauftragt.
(...)
Am Donnerstag, den 3. Dezember 07 verteilten mehrere Nazis Flugblätter in Leipzig Reudnitz, die zur Teilnahme an einer bislang verbotenen Demonstration am 8. Dezember in der ostsächsischen Stadt Bautzen aufrufen. Thema der Veranstaltung soll die Befreiung "nationaler Gefangener" sein, also verurteilter, rechtsextremer Straftäter.
Ebenfalls in Reudnitz wurden in der Nacht zum 4. Dezember Plakate der sogenannten "Freien Kräfte Leipzig" vorgefunden, welche auf geschichtsrevisionistische Weise an die Bombardierung Leipzigs während des 2. Weltkriegs durch alliierte Kräfte anprangern soll. Leider, kann man verkürzt anmerken, vergessen die Nazis mal wieder, warum es überhaupt so weit gekommen ist.
Vorsicht Falle! - Nazis im Publikum
Das der gemeine Nazi dazu übergegangen ist, sich kaum mehr merklich durch seine Kleidung zu erkennen zu geben, ist an sich nichts neues. Bomberjacken und Springerstiefel, Glatze und stumpfer Gesichtsausdruck sind passé, ein wohlwollend "stylisches" Outfit macht es auf der Straße und bei Veranstaltungen merklich schwerer, sie zu identifizieren. Obwohl sich über den Gesichtsausdruck vielleicht noch streiten lässt, sind vormals "linke" Klamotten wie diverse Streetwear, tiefsitzende Hosen und Basecaps angesagt, meist in schwarz.
Hinzu gesellt sich nun der Versuch, über die Vereinahmung zunächst "links" erscheinender Argumente, sich in bereits bestehende Diskussionen einzuklinken und (persönliche) Akzeptanz in breiten Kreisen zu erarbeiten.
Sowohl am 22. als auch am 28. November erscheinen auf Podiumsdiskussionen der Linkspartei in Leipzig Reudnitz und Stötteritz Gruppen junger Männer, die sich im Auditorium niederließen. Nach und nach mischen sie sich in die Diskussion ein, versuchen sich von "...sogenannten Rechtsextremen" zu distanzieren. Den Anwesenden kommen zwar Zweifel an der ungewöhnlichen Teilnahme von 21 bzw. 11 jungen männlichen Personen, wirklich identifizieren als Nazis kann sie zunächst niemand, aber wie profilierungssüchtige Nasen nunmal sind, tun sie das gleich selbst. (weiter)
Der "untergrund-store" hat geschlossen.
Der Laden in der Kolonadenstraße, in dem sowohl Betreiber, Kunden, als auch das meiste Inventar dem rechtsxtremen Spektrum zugeordnet werden konnten hat seine Türen wohl für immer geschlossen. Somit dürfte sich der Ableger von "front records" aus Wurzen vorerst erledigt haben.
Warum dieser kleine Exkurs? Weil
sich Georg Schumann im Grabe umdrehen würde, wenn er wüsste, was
Unbekannte ausgerechnet am Jahrestag – gleichzeitig diesjähriger Buß-
und Bettag - seiner Verurteilung taten.
Im Innenhof der nach ihm benannten Schule an der Glockenstraße steht
ein Denkmal (Betonsockel und Bronzebüste) für seine Person. Im Zeitraum
vom letzten Dienstag (20.11.2007, 13:00 Uhr) bis zum Mittwoch, 16:00
Uhr, stießen der oder die Täter das Denkmal um, wodurch ein Sachschaden
von etwa 1.000 Euro entstand.
(aus: Polizeibericht vom 28.11.07)
Aufmarsch und Hakenkreuz - Staatsschutz ermittelt nach Zwischenfall in Reudnitz-Thonberg
ermittelt jetzt der Staatsschutz der Leipziger Polizeidirektion. Wie die Behörde gestern bestätigte,
haben Unbekannte zunächst Mitte voriger Woche an die Fassade eines Mietshauses in der
Holsteinstraße verschiedene rechtsradikale Parolen und Symbole aufgesprüht. „Da auch ein
Hakenkreuz dabei war, leiteten die Beamten ein Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von
Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen gegen Unbekannt ein“, sagte gestern
Polizeisprecher Andreas de Parade.
Am Donnerstagabend versammelten sich dann Zeugen zufolge bis zu 40 Personen vor dem
beschmierten Haus. Die teilweise vermummten Männer sollen Parolen wie „Rotfront verrecke“ gebrüllt
und das Gebäude mit Feuerwerkskörpern beschossen haben, berichten Beobachter. „Als unsere
Beamten vor Ort eingetroffen waren, stellten sie allerdings keine Personen fest“, so de Parade.
Der Hintergrund für den abendlichen Aufmarsch ist laut Polizei noch unklar. In linksalternativen
Kreisen wertet man den Angriff gegen den Haus als Drohgebärde der hiesigen rechtsextremen
Szene. Die Polizei mochte dies gestern jedoch nicht bestätigen. Es sei noch offen, ob der
Aufmarsch im Zusammenhang mit den Neonazi-Schmierereien steht, hieß es. F. D.
Überfall von Rechten auf Linke in Groitzsch weitgehend aufgeklärt
Dresden/Groitzsch. Nach Angaben von Polizei und Landeskriminalamt (LKA) ist der Überfall von rechten auf Linke Jugendliche in Groitzsch weitgehend aufgeklärt. In der 25 Kilometer südlich von Leipzig gelegenen Kleinstadt Groitzsch war es am Freitag (26.Oktober) zu schweren Auseinandersetzungen gekommen. Dabei sind drei junge Männer zum Teil schwer verletzt worden. Ein 23-Jähriger erlitt durch einen Molotow-Cocktail schwere Brandverletzungen. Er befindet sich nach wie vor im Krankenhaus.
Nach Angaben des LKA wurden am Freitagabend fünf linksgerichtete
Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren attackiert und leicht
verletzt. Die Polizeidirektion Westsachsen schaltete die Sonderkommission Rechtsextremismus (Soko Rex) des
LKA ein.
Nach
wenigen Stunden wurden zwei 15 und 17 Jahre alte Tatverdächtige
ermittelt, hieß es. Sie gehörten der rechten Szene an. Die Ermittler
sahen davon ab,
Haftbefehle zu beantragen. Den Angaben zufolge haben dafür die
Voraussetzungen, beispielsweise Fluchtgefahr, gefehlt. (weiter)






