Die Demonstration "Gegen Rassismus - Gegen Nazis" wird stattfinden! Aufgrund des Verbotes der NPD-Demo wird der Focus auf der durch und durch rassistischen Berichterstattung, explizit der LVZ, liegen und somit vor dem LVZ-Gebäude (Peterssteinweg/Emilienstraße) enden.

Die Veranstaltungen auf dem Burgplatz und im Nikolaikirchhof von OBM Jung und Pfarrer Führer werden ebenfalls stattfinden und sind als Anlaufpunkte geeignet. 

 

 Die "Freien Kräfte Leipzig" mobilisieren trotzdem zu Aktionismus im Stadtgebiet. Daher wird die Infrastruktur mit wap-ticker (http://ticker.hopto.org) und infotelefon am Samstag aufrecht erhalten werden, ruft infos regelmäßig ab!

Achtet auf Nazi-Kleingruppen, bewegt euch selbst nur in größeren Gruppen, meldet verifizierbare Vorkomnisse ans infotelefon und lasst euch nicht von der Uhrzeit abschrecken! :o)

 In der Innenstadt sind durch die NPD Flyeraktionen angekündigt. Aufgrund der Buchmesse wird einiger Publikumsverkehr in der Stadt sein. Überdenkt daher vielleicht die Farbe der Wahl.

Zudem existieren aufgrund der Geschehnisse des letzten Wochenendes Kontrollbereiche in der Innenstadt, es wird ein massives Aufkommen an Bereitschaftspolizei und Zivis zu verzeichnen sein! 

 


Pressemitteilung des Ladenschluss-Bündnisses:

 

- Demonstration „Gegen Rassismus“ findet wie geplant statt
- Fokus liegt auf rassistischer Presseberichterstattung
- Bündnis aus NPD und Freien Kräften gescheitert

Die für den 15.3.2008 angemeldete Demonstration des Bündnisses „Ladenschluss“ wird wie geplant stattfinden. Sie startet 9.30 Uhr am Südplatz und wird bis zum LVZ-Gebäude (Peterssteinweg/ Emilienstraße) verlaufen.

Trotz Verbot und Absage der NPD-Demonstration unter dem Motto „Für ein gastfreundliches Leipzig – kriminelle Ausländerbanden abschieben“ bleibt die teilweise unsägliche Berichterstattung der lokalen Printmedien, besonders der Leipziger Volkszeitung im Raum stehen. Dazu die Pressesprecherin des Ladenschluß-Bündnisses Stephanie Kesselbauer: „Die Demonstration wird des Ladenschluß-Bündnisses stattfinden, da es nicht nur gilt, sich Nazis auf der Straße in den Weg zu stellen, sondern auch fremdenfeindliche bzw. rassistische Tendenzen in der Berichterstattung wahrzunehmen und zu kritisieren!“.

Die Darstellung des eskalierenden Konflikts um die Kontrolle von Clubs und Diskotheken nimmt in der öffentlich wahrgenommenen Darstellung der Lokalpresse, insbesondere der LVZ, fremdenfeindliche und rassistische Züge an.
Die Reduzierung einiger Beteiligter auf Nationalitäten und im Extremfall auf die Beschreibung „Araber“ ist nicht hinzunehmen und kann nicht dem Anspruch einer objektiven journalistischen Berichterstattung entsprechen.
Das Bild des „kriminellen Ausländers“ wird damit nicht nur bedient, sondern geradezu geschürt und folgt dem Duktus rechtsradikaler Vereine und Gruppierungen.

Unabhängig davon sind die lokalen Nazis der sogenannten „Freien Kräfte Leipzig“ am Bündnisversuch mit der NPD gescheitert und nach eigenen Angaben schwer enttäuscht von inkonsequentem Auftreten und Rückzug der rechtsradikalen Partei von der Demonstrationsanmeldung. Daher kündigten sie im Internet bereits spontane Aktion in der Stadt an.