Tatverdächtiger zu Überfall auf Weihnachtsfeier in Haft - 19.03.08
http://www.polizei.sachsen.de/pd_leipzig/3871.htm
Am 08.12.2007 kam es während einer Weihnachtsfeier von Fans des FC Sachsen Leipzig zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung. Auslöser war der Angriff einer ca. 40-50 Personen umfassenden Gruppe, die überwiegend vermummt auftraten und äußerst aggressiv gegen Personen und Sachen vorgingen. Nach einer ersten Attacke kehrte die Gruppe zur „Sachsenstube" zurück und suchte erneut die Konfrontation. Bei diesen Auseinandersetzungen erlitten mehrere Personen teils erhebliche Verletzungen und es entstanden Sachschäden in Höhe von ca. 36.000 Euro in der Gaststätte. Die Täter konnten vor Eintreffen der Polizei unerkannt flüchten.
Konkrete Zeugenaussagen oder Hinweise auf die Täter gab es anfänglich nicht, so dass die Ermittlungen wegen schweren Landfriedensbruchs und gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung mit hohem Zeit- und Personalaufwand geführt worden sind. Unterstützt wurden diese Maßnahmen durch eine aufwändige Spurenauswertung. Wie in der Pressemitteilung vom 11.12.2007 bereits vermeldet, erfolgte noch in der Tatnacht eine professionelle Tatortarbeit durch Spezialisten der Kriminalpolizei. Die umfangreichen Vernehmungen der Kriminalpolizei, die zumeist von einem äußerst zurückhaltenden Aussageverhalten geprägt waren, brachten vage Hinweise auf mögliche Tatbeteiligte. Von mehr als 60 aufgesuchten oder vorgeladenen Personen machte lediglich ein Drittel überhaupt Angaben zum Sachverhalt. Die übrigen Zeugen äußerten sich nicht bzw. erschienen gar nicht. Trotz dieser schwierigen Konstellation gelang es den szenekundigen Kriminalisten, einen ersten Ermittlungserfolg zu erzielen.
Im Ergebnis der Vernehmungen, Umfeldermittlungen und kriminaltechnischen Untersuchungen konkretisierte sich der Verdacht auf einen 24-jährigen Leipziger. Ein wesentliches Indiz für die Tatbeteiligung des 24–Jährigen waren dabei ausgewertete Spuren vom Tatort. Nach Vorlage der Ermittlungsergebnisse beantragte die Staatsanwaltschaft richterliche Beschlüsse, die am heutigen Tag umgesetzt wurden. Sie führten zur Festnahme des polizeibekannten Mannes und der Durchsuchung seiner Wohnung. Staatsanwalt Ricardo Schulz: „Der Beschuldigte Janek Z. ist einschlägig wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestraft. Die letzte verhängte Bewährungsstrafe lief erst rund drei Wochen vor dem Überfall auf die Sachsenstube ab. Er äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen". Nach der Verkündung des Haftbefehls durch den Ermittlungsrichter erfolgte dessen Einlieferung in die Justizvollzugsanstalt. (dP)




